Rettungshundestaffel - Vierbeiner als Team-Partner

Die Rettungshundestaffel Märkischer Kreis, mit der 1. Vorsitzenden und Ausbilderin Janina Göx (von links), Kassenwartin Renate Schwalm und der 2. Vorsitzenden und Gruppenleiterin Julia Schwalm, ist seit 2012 aktiv.

Schalkmühle - Bereits seit vielen Jahren betreiben Janina Göx und Julia Schwalm Rettungsarbeit mit ihren Hunden. Doch erst 2012 konnten die beiden Frauen das Ganze auf feste Füße stellen. Seitdem gibt es die Rettungshundestaffel Märkischer Kreis, die ihren Dienst in jedem Gelände absolvieren kann.

„Wir haben uns damals neu orientiert und die Staffel gegründet. Wir hatten die um einen Verein gründen zu können notwendige Mitgliederzahl von sieben Personen zusammen. Doch schnell sind Freunde und Verwandte dazu gestoßen“, erinnert sich Janina Göx. Der Grund, warum sie die Staffel aufgebaut haben, ist nicht nur die Rettung von Menschen. Auch die Hunde haben viel von der Arbeit, weiß Julia Schwalm. „Alles ist miteinander kombinierbar. Den Hunden macht es Spaß. Man muss ihnen nur in die Augen schauen, um das zu erkennen. Die Arbeit ist gut für Mensch und Tier. So wächst man zusammen. So ein Team besteht immer aus einem Menschen und einem Hund. Dabei kann der Hundeführer auch wechseln.“ 

Das Team Basti und Akira startet bei einer Übungssituation ihre Suche.

Die Staffel ist bei der Kreispolizeibehörde und bei der Kreisleitstelle gelistet. Zwar gab es in der letzten Zeit keine Alarmierung. Doch im Ernstfall sind die Mitglieder des Vereins und ihre Vierbeiner schnell zur Stelle. „Auf der einen Seite ist es gut, dass wir keine Einsätze haben. Auf der anderen Seite wäre das gut für die Hunde“, sagt Janina Göx. Doch die Tier haben auch so ihre Erfolgserlebnisse. Schließlich wissen sie nicht, ob sie im Einsatz oder im Training sind. „Sie haben einfach einen festen Ablauf gelernt“, ergänzt Julia Schwalm. 

Finanziert wird der Verein über Spenden und Mitgliedsbeiträgen, aber auch durch Aktionen – etwa einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Open-Air-Kino. Doch die Arbeit ist nicht ohne Kosten zu machen, erklärt Julia Schwalm. „Eine komplette Ausrüstung kann zwischen 700 und 800 Euro kosten. So ein Hobby muss man also lieb haben.“ 

Für das sogenannte Mantrailing sucht die Rettungshundestaffel MK dringend Freiwillige.

Ihren letzten großen Einsatz hatten die beiden Frauen bei einer Prüfungssituation, die der Verein in Everinghausen für den Bundesverband Zertifizierter Rettungshundestaffeln (BZRH) durchgeführt hat. Neun Teams, davon fünf aus Schalksmühle, und aus dem Bundesgebiet, gingen auf dem 75 000 Quadratmeter großen Suchgebiet in die Prüfung. In 45 Minuten musste das Areal durchsucht werden. Julia Schwalm: „Die anderen hatten ihre Probleme mit dem Sauerländer Wald.“

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