Ärger mit „Schwarzanglern“ an Glörtalsperre

Verärgert sind die Mitglieder des ASV Glörtalsperre über so genannte Schwarzangler, die auch ihren Müll einfach am Ufer liegen lassen.

Schalksmühle - Für immer mehr Aufregung sorgen in letzter Zeit so genannte „Schwarzangler“ an der Glörtalsperre. Das illegale Angeln an der Talsperre ärgert besonders die Mitglieder des Angelsportvereins Glörtalsperre - denn die haben das alleinige Recht, in dem Gewässer zu angeln.

„In den vergangenen Jahren fällt uns vermehrt auf, dass immer mehr Angler unerlaubt hier im Glörgewässer angeln. Mit steigender Tendenz finden wir Reste von Schnüren, Angelhaken und anderen liegen gebliebenen Angelutensilien, obwohl der Angelsportverein (ASV) das alleinige Fischereirecht an diesem Gewässer besitzt. Dazu kommt unter Anderem, dass es negative Konsequenzen auf unseren Fischbestand hat“, berichtet der Schriftführer des Vereins, Marko Langescheid.

Um an der Glör angeln zu dürfen, würden die rund 30 Mitglieder des Vereins schließlich nicht umsonst Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträge zahlen, so Langescheid. Von diesen Beiträgen würden die Kosten wie die Pacht für die komplette Wasserfläche und das Pflegen des stetigen Fischbestands bezahlt.

Dennis Raczek, Mitglied im ASV, zeigt sich verärgert über die Umstände an der Glör: „Häufig müssen wir Reinigungsaktionen am Ufer und im Mauerbereich durchführen.“ Dabei werde viel Müll gesammelt - unter anderem eben auch Angel-Schnüre, Haken und Verpackungsmaterialien. „Manches wird direkt am Ufer liegen gelassen und einige Kleinteile wie Knicklichtposen von Nachtanglern können wir immer wieder an der Mauer auffinden. Denn vieles, was hier ins Wasser geworfen wird, wird bis vorne an die Staumauer geschwemmt.“

Personen, denen das Schwarzangeln an der Glörtalsperre nachgewiesen werden kann, müssen mit einer Anzeige rechnen. Konsequent werden alle Vergehen gemeldet, erklären die Mitglieder des Vereins.

Jan Schurna vom ASV wirft den Schwarzanglern zudem vor, nicht „waidgerecht“ zu angeln. „Sie gehen nicht im Einklang mit dem Tierschutz mit unseren Fischen um. Und im Gegensatz zu uns achten sie überhaupt nicht auf den Umweltschutz. Jedes Jahr setzen wir sehr viele Jungfische (Besatzfische) ins Wasser ein, so gibt es natürlich auch bestimmte Zeiten, in denen eigentlich gar nicht geangelt werden darf.“

Häufig würden die Mitglieder mehr Zeit damit verbringen, Müll von Schwarzanglern zu entsorgen, als selbst dem eigentlichem Hobby, dem Angeln, nachgehen zu können. Dennoch laden alle Vereinsmitglieder erneut zum Gastangeln ein: „Wer bei uns angeln möchte, darf noch gerne an unseren Gastangelaktionen teilnehmen. Die nächste findet am Sonntag, 25. April, ab 6 Uhr statt. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist der Besitz eines Bundesfischereischeins, auch Angelschein genannt. Weitere Informationen bietet der Verein auch im Internet unter www.asv-glörtalsperre.de.

Von Jan Lehmann

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