„Adventsmusik“ lässt Hektik vergessen

+
A cappella und mit Instrumentalbegleitung sang der Kirchenchor beim Konzert „Adventsmusik“ in der Kirche Heedfeld seine Lieder. Ausdrucksvoll und mit viel Gefühl gelang die Textausdeutung der Weihnachtslieder.

Heedfeld - Festlich, freudig, tröstlich und besinnlich begrüßten der Kirchenchor, der Musizierkreis und der Posaunenchor den Advent am Sonntag in der voll besetzten Heedfelder Kirche als erwartungsfrohe Zeit.

Von Monika Salzmann

Mit Worten des Propheten Jesaja, im Alten Testament als Mut machende Zusage in eine hoffnungslose Situation hineingesprochen, führte Pfarrerin Doris Korte in die „Adventsmusik“ der Evangelischen Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld ein. Auf Orgel und Akkordeon stimmte Ingrid Hahn in das vorweihnachtliche Singen und Musizieren ein.

Als kleine Solistinnen eroberten Leonie und Finja Raßmussen Herzen im Sturm. Herzwärmend, wie die beiden Mädchen mit klaren, zarten Stimmen vom „Kleinen Schaf auf dem Feld“ und der Ankunft der Liebe Gottes („In dieser Nacht“) erzählten. Leise summend unterstützten „gestandene“ Sängerinnen den Gesang.

Im steten Wechsel bereiteten Sänger und Instrumentalisten ihre Zuhörer, die sich mit Standing Ovations bei allen Ausführenden bedankten, auf Weihnachten vor. Nachdenklich stimmende Texte zwischen den einzelnen Musik- und Liedblöcken forderten auf, sich auf die Bedeutung des Fests zu besinnen. Alle Hektik der Vorweihnachtszeit ließen bereits die Orgelvariationen über „Gottes Sohn ist gekommen“, die die Adventsmusik eröffneten, vergessen. Das stimmungsvolle „Ave Maria“, mit dem sich der Kirchenchor unter Leitung von Christiane Buhr-Wortmann einführte, tat das Seine, innerlich zur Ruhe kommen zu lassen.

A cappella und mit Instrumentalbegleitung sang der Chor seine Lieder. Ausdrucksvoll, mit viel Gefühl gelang die Textausdeutung bekannter und weniger bekannter Advents- und Weihnachtslieder. In der empfindsamen Tonsprache des Kantors und Organisten Gottfried August Homilius, dessen farbenreiche Motette „Sehet, welch eine Liebe“ erklang, war der Chor ebenso zu Hause wie in der Moderne bei „Bring ein Licht, Jeanette, Isabella“ in der Fassung von John Rutter. Saubere Artikulation und präzise Stimmführung zeichneten die Beiträge des Chores aus.

Mit weihnachtlicher Hirtenmusik aus dem Alpenraum und anderen klangschönen Weisen bereicherte der Musizierkreis das Konzert. Auf Flöten, Gitarre und Streichinstrumenten fingen die Musiker in den sorgsamen Einstudierungen von Volkmar Korte die feinen Schwingungen alpenländischer Musik ein. Dann und wann bereicherte das Akkordeon die reiche Klangfarbenpalette. Harmonisch fügten sich die Stimmen zu wohlklingenden Arrangements zusammen.

Von der Empore aus öffnete der Posaunenchor dem Weihnachtsfest unter Leitung von Wolfgang Bachmann Tor und Tür. Freudig, festlich und volkstümlich, mit beliebten Adventsliedern wie „Macht hoch die Tür“ entzündeten die Bläser Weihnachtsfreude in den Herzen.

Zum Ohrenschmaus geriet der festliche Introitus nach der Gavotte aus der Flötensuite von Andreas Muntschick mit Wilm Lohoff (1. Trompete) und Ingrid Hahn an der Orgel. In das abschließende „Tochter Zion“ stimmten alle Mitwirkenden freudig ein.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare