„Abschied mit weinendem und lachendem Auge“

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In der voll besetzten St. Thomas Morus Kirche hielt Pastor Thorsten Rehberg Sonntagnachmittag seine letzte Predigt.

Schalksmühle - Im Rahmen einer Messe zu ungewöhnlicher Uhrzeit nahm die Katholische Kirchengemeinde St. Thomas Morus am Sonntagnachmittag Abschied von Pastor Thorsten Rehberg, der bekanntlich die Nachfolge von Pfarrer Peter W. Keinecke in Meinerzhagen antritt.

„Ein Abschied ist immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge verbunden“, erklärte der Pastor, der am kommenden Sonntag, 8. Februar, in sein neues Amt eingeführt wird. In seinem Fall treffe beides zu. Erfreut stellte er fest, dass die Kirche zu seinem Abschied „voll wie bei einer Erstkommunion“ war. Für seine letzte Predigt vor Ort wählte Rehberg das Thema Propheten aus. „Bei diesem Thema existiert unglaublich viel an falschen Vorstellungen“, führte er aus. „Ein Prophet ist jemand, der um Gottes willen sagt, was notwendig ist.“ Anschaulich schlug er von den Propheten des Alten Testaments zum Heute und Jetzt einen Bogen. Kirche müsse bereit sein, Prophetisches zuzulassen. „Ringt miteinander darum, Kirche zu sein“, nahm er die Gläubigen in die Pflicht. Tatkräftiges Miteinander und Gemeinschaft forderte er ein. Gemeinsam mit Pfarrer Claus Optenhöfel (Pfarrei Christus König), Pater Clemens Rogge (Meinerzhagen) und den beiden Gemeindereferentinnen Sandra Schnell und Barbara Wilk hielt der scheidende Pastor die festliche, vom Kirchenchor umrahmte Messe.

Den anschließenden Empfang nutzten viele, um sich persönlich von Thorsten Rehberg zu verabschieden und ihm Worte des Danks mit auf seinen weiteren Lebensweg zu geben. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Ulrike Biesenbach (Vorsitzende des Gemeinderats) ergriffen unter anderem Barbara Vormann als Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, die Pfarrer der benachbarten Kirchengemeinden – Dirk Pollmann und Doris Korte – und die Pfadfinder das Wort. Mit etwas Wehmut nehme die Gemeinde Abschied von Pastor Rehberg, so Ulrike Biesenbach in ihrer Begrüßung. „Leben ist Bewegung. Du hast Einiges angestoßen und bewegt. Es wird weitergehen.“ Zur Erinnerung an seine dreijährige Amtszeit in Schalksmühle überreichte sie dem scheidenden Pastor einen Fotokalender mit Bildern aus dem Gemeindeleben. „Kirche verändert sich immer weiter“, sagt Barbara Vormann. Thorsten Rehberg stehe in Meinerzhagen vor großen, prophetischen Aufgaben.

Bei Kaffee und Kuchen ließen die Gäste – unter ihnen auch Bürgermeister Jörg Schönenberg und Mitglieder aus den Gemeinderäten in Meinerzhagen und Kierspe – den Nachmittag ausklingen. Was die Nachfolge Rehbergs in Schalksmühle angeht, gibt es „noch nichts Konkretes“, wie Pfarrer Claus Optenhöfel erklärte. „Wir befinden uns in einer Übergangsphase mit Vertretungen aus Meinerzhagen und Schwelm.“ Es werde jemand kommen, aber man könne schwer sagen, wann das sein werde: „Wir sind im Bistum im Umbruch.“

Von Monika Salzmann

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