Gemeinde trennt sich von Kirchen

Abschied von zwei Kirchen im MK - sie sind bald keine Gotteshäuser mehr

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Die Christuskirche in Dahlerbrück wird bald entwidmet. Dann ist sie kein Gotteshaus der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück mehr.

Eine Evangelische Kirchengemeinde bereitet sich auf den Trennung von zwei ihrer drei Kirchen vor. Noch in diesem Jahr wird eins der Gotteshäuser entwidmet.

Schalksmühle/Dahlerbrück – Die Evangelische Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück bereitet sich auf den Abschied von der Christuskirche und der Kreuzkirche als gottesdienstlichen Räumen vor. Abschluss des 2018 eingeleiteten Prozesses sollen Entwidmungsgottesdienste im November und Januar kommenden Jahres sein. Doch das sind noch nicht alle Veränderungen.

Am 15. November (15 Uhr) nimmt die Gemeinde Abschied von der Christuskirche in Dahlerbrück. Der Entwidmungsgottesdienst in der Kreuzkirche soll im Januar folgen. Über die anstehenden Veränderungen informierte Pfarrer Torsten Beckmann die Gemeinde am Sonntag während des Gottesdienstes. „Das Presbyterium hatte bekanntlich schon vor längerer Zeit einen Grundsatzbeschluss gefasst, der eine Zentralisierung des Gemeindelebens auf die Erlöserkirche und das dortige Gemeindeleben vorsieht“, erläuterte er. Im Rahmen von Gemeindeversammlungen sei dies kommuniziert worden.

Was mit der Kreuzkirche am Mathagen passiert, ist schon klar. Sie wird zu einem Dritten Ort.

Bis auf wenige Ausnahmen fänden Gottesdienste seither in der Erlöserkirche im Ortskern statt. Die Gemeindezentren in Dahlerbrück und am Mathagen seien zuletzt nur noch von einigen Gruppen genutzt worden.

Neues Zuhause für Musikschule und VHS

„In dem Bestreben des Presbyteriums, die Christuskirche und die Kreuzkirche zu veräußern, hat es in den letzten Monaten Fortschritte gegeben“, erläuterte der Pfarrer. „Hinsichtlich der Kreuzkirche gibt es die Aussicht, dass die Kommunalgemeinde Schalksmühle die Immobilie erwirbt und sinnvoll zu einem kulturellen Begegnungsort weiterentwickelt.“ Bekanntlich möchte die Gemeinde die Kreuzkirche zu einem Dritten Ort, einer Kultur-Veranstaltungsstätte, umgestalten. Auch die Volkshochschule (VHS) und Musikschule im Volmetal sollen dort eine neue Heimat finden.

Für die Christuskirche gebe es gleichfalls Kaufinteressenten, die die bestehenden Gebäude nutzen möchten. Voraussetzung für einen Verkauf sei jedoch die vorherige Entwidmung der Kirche und die Entfernung sakraler Einrichtungsgegenstände. „Die Trennung von vertrauten Gottesdienststätten ist immer mit Abschiedsschmerz verbunden“, erklärte der Pfarrer. „Allerdings hat das Presbyterium sich im Blick auf die Finanzen, die demografische Entwicklung und die personellen Ressourcen für den Weg der Zentralisierung entschlossen.“ Die Verkaufsverhandlungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, aber es sei erforderlich, Entwidmungen terminlich zu planen.

Übrig bleibt der Evangelischen Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück die Erlöserkirche im Ortskern von Schalksmühle.

Für bestehende Gemeindegruppen, die sich bislang im Gemeindezentrum Kreuzkirche oder Christuskirche getroffen hätten, gebe es auf alle Fälle Möglichkeiten, sich weiter im Gemeindezentrum der Erlöserkirche zu treffen. Auch den Friedhof in Dahlerbrück werde die Kirchengemeinde weiterhin betreiben und pflegen. Trauerandachten für Menschen, die dort bestattet werden, könnten in der Andachtshalle Wippekühl oder in der Erlöserkirche stattfinden.

Erste Entwidmung am 15. November

Im Vorfeld der Entwidmungen werde es Zeiten geben, in denen die Christuskirche und Kreuzkirche geöffnet sind, versprach der Pfarrer. „Wir werden Erinnerungsalben auslegen, in die man Erfahrungen mit den jeweiligen Kirchen schreiben kann.“ Gerne würde die Kirchengemeinde auch Fotos aus der Geschichte der Kirchen zeigen. Zum Entwidmungsgottesdienst der Christuskirche am 15. November sind Anmeldungen erforderlich.

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