Eine Ukulele zum Abschied

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Presbyterium und Kirchengemeinde erfreuten den passionierten Gitarristen Bernd Weißbach mit einer Ukulele als Abschiedsgeschenk, die er sofort anstimmte.

Heedfeld - Nach zwölfjähriger Tätigkeit für den Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg wurde am Sonntag Pfarrer Bernd Weißbach in der Heedfelder Kirche in den Ruhestand verabschiedet.

Pfarrer Weißbach kam 2006 von Dortmund-Hörde in den Kirchenkreis und war neben seiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger am Klinikum Lüdenscheid als Gemeindepfarrer in der Gemeinde Hülscheid-Heedfeld tätig. 

Die Entpflichtung im Rahmen des Gottesdienstes, also die Entbindung von den Pflichten des angestellten Pfarrers, nahm der Superintendent des Kirchenkreises Klaus Majoress vor. Die Bernd Weißbach verbundenen Pfarrer sowie Mitglieder des Presbyteriums der Gemeinde Hülscheid-Heedfeld sprachen ihm Segenswünsche aus. In der Gemeinde vertrat Bernd Weißbach seit zwölf Jahren regelmäßig die Pfarrerin Doris Korte, gestaltete den Gemeindebrief und gehörte zum Team, dass die Abendgottesdienste „Höchste Zeit“ vorbereitet. 

Bernd Weißbach verabschiedete sich nochmals mit einer Predigt in den Ruhestand, in der er das Lied vom unfruchtbaren Weinberg nach Jesaja Kapitel 5 auslegte und den Abschnitt der Gemeinde nach Art eines Bänkelgesangs nahebrachte. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm neben dem Kirchenmusiker Christian vom Hofe der Musizierkreis der Gemeinde. 

Regelmäßige Kontaktstunde mit Kindern

Kinder der vierten Klasse der Grundschule Spormecke überraschten Bernd Weißbach mit einem Abschiedslied. An der Grundschule hatte der Pfarrer wöchentlich mit den Kindern die Kontaktstunde zwischen Gemeinde und Schule gepflegt und mit den Kindern unter anderem regelmäßig Schulgottesdienste vorbereitet. 

Im Anschluss an den Entpflichtungsgottesdienst kamen die Gratulanten mit dem Ruheständler im Gemeindehaus Heedfeld zusammen. Superintendent Majoress und Pfarrerin Doris Korte bedankten sich dort in kurzen Ansprachen für sein vielfältiges Engagement und hoben die ruhige, besonnene und zurückhaltende Art des Pfarrers hervor. 

Das Presbyterium der Kirchengemeinde verabschiedet sich auf eigene Art, in dem die Gemeindeleitung ein Dankeslied auf die Melodie „ja so war’s die alten Rittersleut‘“ vortrug mit der augenzwinkernden Quintessenz: „Das Presbyterium traf den Entschluss, das er noch zehn Jahre bleiben muss“. Als Abschiedsgeschenk erhielt der passionierte Gitarrenspieler Bernd Weißbach eine Ukulele. 

Auch die verbleibenden Pfarrerinnen der Krankenhausseelsorge um Bettina vom Brocke verabschiedeten sich mit einem selbstgedichteten Lied, dass die Not des ausscheidenden Kollegen mit den kostenpflichtigen Parkplätzen am Klinikum auf die Schippe nahm. Darüber hinaus bedankte sich auch der Besuchsdienst der „Grünen Damen“ sowie das Team des „Höchste Zeit“-Gottesdienstes bei Bernd Weißbach. 

Frisch gebackener Ruheständler

Der frisch gebackene Ruheständler verabschiedete sich mit einer Lesung des Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch. Mit ähnlichen Vorträgen hatte er die Gemeinde in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Anlässen immer wieder unterhalten, so dass sich alle Gäste eine Zugabe dieser humorigen Vorträge von ihrem scheidenden Pfarrer wünschten. 

Bernd Weißbach lebt an seinem Wohnort Dortmund, wird aber auch in der nächsten Zeit im Ruhestand noch gelegentlich die Pfarrerin Doris Korte vertreten und noch die Erstellung des Gemeindebriefes betreuen.

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