Schulzentrum: Styropor macht Probleme

Abrissarbeiten kommen voran

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Neben dem früheren Haus zwei (im Hintergrund) wird auch die Hausmeisterwohnung abgerissen.

Schalksmühle - Der Abriss des ehemaligen Hauses zwei des Schulzentrums Löh läuft auf Hochtouren. Nachdem die Schadstoffsanierung des Gebäudekomplexes abgeschlossen ist und das asbest-haltige Material entsorgt wurde, kommt mittlerweile schweres Gerät zum Einsatz.

Mitarbeiter einer Fachfirma machen das frühere Haus zwei Stück für Stück dem Erdboden gleich. Am Freitag begann auch bereits der Abriss der einstigen Hausmeisterwohnung. Die Gebäude werden abgerissen, um Platz für das neue Haus drei der Primusschule zu schaffen. Im dritten und letzten Bauabschnitt der im Aufbau befindlichen Schule entsteht an dieser Stelle ein rund fünf Millionen Euro teurer mehrgeschossiger Neubau, der neben verschiedenen Lerngruppen- und Differenzierungsräumen auch die Mensa beherbergen wird. „Die Arbeiten kommen voran“, sagt Jörg Kückelhaus von der Gemeindeverwaltung. Probleme bereitet der Gemeinde allerdings die Entsorgung der Styroporplatten, die als Dämmstoff im Haus zwei verbaut waren. „Die Entsorgung ist problematisch. Wir haben noch keinen Abnehmer gefunden, arbeiten an einer Lösung“, erklärt Kückelhaus. Bekanntlich gelten styroporhaltige Dämmstoffe aufgrund der enthaltenen Chemikalie Hexabromcyclododecan seit dem 1. Oktober laut einer EU-Richtlinie als gefährlicher Abfälle. Viele Müllverbrennungsanlagen dürfen seitdem Monochargen styroporhaltiger Dämmstoffe nicht mehr verbrennen, weil das Material zu heiß wird. Dieses muss zunächst vorbehandelt werden oder darf bei der Verbrennung in lediglich geringen Mengen dem normal Müll beigemischt werden. Entsprechend hoch sind deshalb aktuell die Kosten für eine Entsorgung. „Wir lagern das Styropor in großen Säcken auf dem Baustellengelände, bis eine Lösung gefunden ist. Die Abrissarbeiten werden dadurch bislang nicht behindert“, erklärt Kückelhaus.

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