Schalksmühler verbringt 18 Jahre hinter Gittern 

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Obwohl er bereits viele Jahre im Gefängnis saß, beging ein 57-jähriger Schalksmühler weiterhin Straftaten.

Schalksmühle - Keinen Anlass für die Minderung einer vom Amtsgericht Lüdenscheid verhängten Haftstrafe sah eine Berufungskammer des Landgerichts Hagen. Sie bestätigte das Strafmaß von 15 Monaten gegen einen 57-jährigen Schalksmühler.

Die Richter sahen ebenso wie das Amtsgericht keinen Grund, diese zur Bewährung auszusetzen. Der Angeklagte hatte seine Berufung zuvor auf das verhängte Strafmaß beschränkt. Das kam einem Geständnis gleich: Er war demnach dreimal vorsätzlich ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs gewesen – zweimal davon betrunken. Vier Computerbetrügereien und einen Diebstahl hatte das Amtsgericht darüber hinaus abgeurteilt. 

Dass der Mann keine Chance mehr auf eine Bewährungsstrafe hatte, lag an seinem Vorstrafenregister: „Atemberaubend“, nannte der Vorsitzende Richter, Dr. Christian Voigt, die Zahl von 36 Eintragungen im Bundesregister der Straftaten. Eine andere Zahl war noch bemerkenswerter: Der Angeklagte hatte es geschafft, hauptsächlich wegen Straßenverkehrsdelikten und Diebstählen 18 Jahre seines Lebens im Gefängnis zu verbringen. 

Zur Verhandlung im Landgericht Hagen kam er aus der Justizvollzugsanstalt Dortmund, wo er bis Herbst 2018 noch eine zuvor verhängte Haftstrafe verbüßen muss. Nach der Rechtskraft der nunmehr jüngsten Verurteilung wird er die Haftanstalt voraussichtlich nicht vor Ende 2019 verlassen. 

Dabei hätte er offenbar gute Gründe gehabt, endlich wieder ein Leben in Freiheit zu führen: Aufgrund einer schweren Lungenkrankheit habe der Angeklagte nur noch eine kurze Lebenserwartung, wunderte sich der Vorsitzende über die neuerlichen Straftaten des 57-Jährigen.

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