1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Schalksmühle

50 Jahre Schwimmhalle: Familiäre Atmosphäre und vielfältige Aufgaben

Erstellt:

Von: Monika Salzmann

Kommentare

Schwimmhalle Schalksmühle
Groß und Klein wissen das Eintauchen ins kühle Nass zu schätzen. Die Größe des Bads ist überschaubar, die Wassertemperatur angenehm. © Salzmann, Jakob

Im Zuge des Baubooms der 70er-Jahre und der Errichtung des Schulzentrums Löh entstanden, erfreut sich die Schwimmhalle Löh bei Schalksmühlern jeden Alters großer Beliebtheit. Dieser Tage ist es 50 Jahre her, dass das kleine, feine Bad seine Pforten öffnete.

Schalksmühle – „Bald Schwimmen in der Schule am Löh“, lautete damals eine Überschrift in den Lüdenscheider Nachrichten. Die dem Artikel beigefügten Fotos zeigen Handwerker, die mit der Plattierung des Bodens beschäftigt sind. Die Fliesen an den Hallenwänden sind bereits gelegt. Überall liegt noch Baumaterial herum.

„Einige Zeit wird es wohl noch dauern, bis sich die ersten ‚Schwimmratten‘ im Schwimmbecken der Hauptschule am Löh tummeln können“, heißt es in dem Bericht. Die Vormittage waren für die Schulkinder reserviert. Nachmittags war die Schwimmhalle schon damals für die Öffentlichkeit freigegeben.

Schwimmhalle Schalksmühle
Schwimmmeister Klaus Heuckelbach ist seit 1999 alleinverantwortlich für den Badebetrieb. © Salzmann, Jakob

Wir fragten Schwimmmeister Klaus Heuckelbach, was es aus 50 Jahren Wissenswertes zu berichten gibt. Wie er erzählt, war Schulhausmeister Achim Ott der Erste, der sich um den reibungslosen Ablauf des Schwimmbetriebs kümmerte. „Das gehörte zu seinen Aufgaben.“ Danach war das Ehepaar Frank mit dieser Aufgabe betraut. Nach der Kernsanierung des Bades zwischen 1993 und 1995 stieß Klaus Heuckelbach zum Team und unterstützte zunächst den Aufsichtsdienst. „Danach habe ich die Komplettausbildung gemacht – einschließlich Meisterprüfung.“

Schwimmmeister seit vielen Jahren

Die ersten zwei Jahre war er gemeinsam mit den Franks für den Badebetrieb zuständig. Seit 1999 ist er alleinverantwortlich. Eine Vielzahl von Aufgaben gehört zu seinen täglichen Pflichten: angefangen bei der Überwachung der technischen Anlagen bis hin zur Kontrolle der Wasserqualität, der Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit im Bad, der Badeaufsicht am Beckenrand und der Planung und Durchführung von Kursen.

Gerade jetzt in Zeiten von Corona ist der Aufwand für Desinfektionsmaßnahmen noch größer als ohnehin. „Das Gesamtpaket stimmt“, sagt der gebürtige Lüdenscheider, der seit 2000 in Schalksmühle lebt und sich in der Gemeinde wohlfühlt. „Das ist hier eine familiäre Atmosphäre. Jeder kennt jeden.“

Vielfalt der Aufgaben

An seiner Arbeit als Schwimmmeister schätzt er die Vielfalt der Aufgaben und den Abwechslungsreichtum seines Jobs. Die Technik begeistert ihn ebenso wie das nasse Element als solches. Was das Bad auszeichnet, ist sein Variobecken mit höhenverstellbarem Hubboden. Von 30 Zentimeter bis 1,80 Meter lässt sich die Wassertiefe einstellen. Bei den Schwimmkursen für Anfänger, Wassergymnastik und Aqua-Fitness-Kursen, die Klaus Heuckelbach erteilt, ist dies sehr hilfreich. „Die Kurse sind sehr gut besucht“, sagt er.

Bei der Wassergymnastik, die seit 1996 läuft, sind noch einige Teilnehmer der ersten Stunde dabei. Lang ist die Warteliste bei den Kinder-Schwimmkursen. Durch Corona und die dadurch bedingte zeitweise Schließung des Bades ergeben sich Wartezeiten bis zu zwei Jahren. „Es stehen 60 Kinder auf der Warteliste.“ In Kleingruppen von sechs bis sieben Kindern bringt der Schwimmmeister den Jungen und Mädchen das Schwimmen bei. Die Unterstützung durch die DLRG-Ortsgruppe Schalksmühle, die sich neben der Rettungsschwimmausbildung auch intensiv um die Schwimmausbildung kümmert, ist ihm willkommen.

Familien kommen gerne

Besonders gern nutzten zudem Familien das acht Meter breite und 16,66 Meter lange Becken mit der vor drei/vier Jahren installierten Treppe, die einen bequemen Einstieg ins Becken gewährleistet. „Das Vielfache einer Bahn muss 100 Meter ergeben“, erklärt Klaus Heuckelbach, der privat Technikfilme für die Berufsschule macht, die ungewöhnliche Länge des Beckens. Sechs Bahnen sind nötig, um das Sportabzeichen zu machen.

Familien, weiß er, schätzen die überschaubare Größe des Bads und das reiche Angebot an Wasserspielzeug. Angenehm ist überdies die Wassertemperatur zwischen 29 und 30 Grad.

In Kürze beginnen für Klaus Heuckelbach die ersten Gespräche mit Fachfirmen bezüglich der Wartungsarbeiten im Sommer. „Die Wartungsarbeiten werden jedes Jahr gemacht“, erklärt er. Selbst kleinste Reparaturen werden schnell behoben, damit sich kein größerer Schaden entwickeln kann. Bis jetzt ist der Schalksmühler damit gut gefahren. Für Kinder war das Abpumpen des Wassers durch die Feuerwehr in der Vergangenheit wiederholt eine Riesengaudi.

Auch interessant

Kommentare