Betrug bei Ebay: Falsche Pumpe sorgt für Ärger

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Schalksmühle/Meinerzhagen - Im Anzug erschien ein Angeklagter im Amtsgericht Meinerzhagen. Seiner Kleidung entsprechend saß der 21-Jährige sehr gerade auf seinem Stuhl. Angeklagt worden war der Mann wegen Betruges.

Den räumte er auch direkt ein. Von Schalksmühle aus hatte er Ende November vergangenen Jahres über Ebay eine Umwälzpumpe zum Verkauf angeboten. Ein Mann aus Österreich zeigte Interesse und erwarb das Teil schließlich für 38,78 Euro. Den Betrag überwies er umgehend auf das vom Angeklagten angegebene Konto. Doch auch nach längerer Wartezeit passierte nichts weiter. 

Grund: Der Verkäufer – ein Meinerzhagener – hatte festgestellt, dass es sich bei der Pumpe, die er hatte, gar nicht um die handelte, die er im Internet angeboten hatte. Er habe dann im regen E-Mail-Kontakt mit dem Käufer gestanden. Schließlich habe er dem Mann im Januar die 38,78 Euro zurück überwiesen. Dass es so lange gedauert hatte, sei seine Schuld, so der Angeklagte. Er sei krank geworden und hätte sich im Prüfungsstress befunden.

Alles über das Konto eines Bekannten abgewickelt

Der Richter wunderte sich: „Im Januar 2018 haben Sie gezahlt? Und dann wird im Juli noch Anzeige erstattet?“ Das habe wahrscheinlich mit einer späteren Vereinbarung über eine andere Pumpe zu tun, mutmaßte der Angeklagte. Einen Beweis dafür, dass er das Geld tatsächlich an den Käufer zurücküberwiesen hatte, konnte der 21-Jährige nicht vorlegen. Er habe alles über das Konto eines Bekannten abgewickelt, so die Begründung. 

Vorstrafen brachte der Meinerzhagener nicht mit. Auch sei die Summe, um die es sich handelte, nicht sehr hoch, erklärte der Vorsitzende. Außerdem hätte der Mann von Anfang an planen müssen, die Ware nicht zu verschicken. Das sehe er beim Angeklagten nicht. Und so stellte der vorsitzende Richter das Verfahren gegen den 21-Jährigen schließlich wegen geringen Verschuldens ein.

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