2011 keine Plastikwiese

Vielleicht bald Vergangenheit: Asche auf dem Jahnplatz.

SCHALKSMÜHLE ▪ Mit dem Antrag, die Verwaltung möge prüfen, ob in Schalksmühle ein Kunstrasenplatz gebraucht werde und was er kosten solle (wir berichteten), hat die UWG ein weites kommunalpolitisches Feld aufgetan.

UWG-Vorsitzender Bernd Müller bat jetzt im Rat darum, die Angelegenheit nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern zügig zu beraten. Bürgermeister Schönenberg antwortete, dass solch ein Vorhaben im Haushalt eingeplant werden müsse und schloss eine Realisierung noch in diesem Jahr aus.

FDP-Vorsitzender Jan Schriever wies daraufhin, dass Schalksmühle zu den letzten Kommunen des Kreises gehöre, die keine Plastikwiese haben: „In Herscheid wird nun auch daran gearbeitet“. Von ihm kam aber auch der Hinweis auf Halver: Dort sollen demnächst drei Kunstrasenplätze zur Verfügung stehen. „Muss den jede Kommune alles vorhalten?“ Auch dies wäre eine Ansatzpunkt für interkommunale Zusammenarbeit, wie sie der Bürgermeister propagiere.

Michael Schwalm, CDU-Fraktionssprecher, wies auf das handballverliebte Schalksmühle hin, in dem die Fußballer vielleicht etwas zu kurz gekommen seien. Mit Unterstützung von Vereinen und Sponsoren hielt er den Bau einen Kunstrasenplatzes für möglich, aber nicht um den Preis, dafür in ein Haushaltssicherungskonzept zu geraten. Schönenberg, konterte, dass er sich noch gut an die Einweihungsfeier des Funktionsgebäudes am Jahnplatz erinnern könne: „Für die Fußballer, einstimmig im Rat so beschlossen“.

SPD-Sprecher Lutz Schäfer übte Kritik an der Antragstellung der UWG als Solonummer. Das Thema wäre im Rahmen der Sportstättenbedarfsanalyse sowieso auf die Tagesordnung gekommen. Von der grundsätzlich sportfreundlichen Kommunalpolitik werde es sicher wohlwollend behandelt.

Wenn er kommt, dann muss der Kunstrasen nicht automatisch auf den Jahnplatz; die Standortfrage wird nun genauso geprüft wie die Kosten und die Auswirkungen des Belags auf die Sportarten anderer Vereine. All das geschieht in der nächsten Zeit in den Fachausschüssen. ▪ bomi

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