Corona-Impfungen

20 Dosen pro Woche: Hausärzte impfen nach Ostern

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In der nächsten Woche geht es los: Einige Hausarztpraxen bekommen nach Ostern Impfstoff gegen das Coronavirus und beginnen dann auch mit dem Impfen ihrer Patienten.

Die Arztpraxen bereiten sich auf das Impfen gegen Covid-19 vor. In Schalksmühle bekommen einige Hausärzte den Impfstoff nach Ostern und legen dann auch mit dem Impfen los.

Schalksmühle – Wie Dr. Monika Schriever, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin in Heedfeld, auf Nachfrage sagt, wird der Impfstoff voraussichtlich ab 6./7. April ausgeliefert und muss dann möglichst schnell „am Stück verimpft werden“. „Um die Bevölkerung durchzuimpfen“, möchte sich die Ärztin so schnell wie möglich an der Impfkampagne beteiligen und der Pandemie entgegenwirken.

Wie sie von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erfahren hat, steht für die Impfungen in den Arztpraxen vorerst ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Dieser kann, so die Information, vier Tage im Kühlschrank gelagert werden, muss dann aber schnell verimpft werden. Wäre nur Tiefkühllagerung möglich gewesen, hätte Monika Schriever nicht in die Impfkampagne einsteigen können. So aber hat sie den Impfstoff bestellt und möchte, sobald er eingetroffen ist, mit den ersten Impfungen beginnen. Vorerst nur in kleinen Mengen – 20 Dosen pro Praxis in der Woche – steht der Impfstoff zur Verfügung.

Impfstoff ist bestellt

Auch in der Hausarztpraxis Andreas Garthoff an der Hälverstraße 19 sollen sich ab dem 6. April die Patienten und seine Mitarbeiterinnen gegen Covid-19 impfen lassen können. „Wir haben am Wochenende die Informationen dazu bekommen“, sagt der Allgemeinmediziner. Bis Dienstagmittag musste er den Impfstoff bestellen. Und das hat er getan.

Auch Andreas Garthoff wird, wie die anderen Hausarztpraxen – laut Garthoff sind es insgesamt vier in Schalksmühle – auch, 20 Dosen pro Woche verimpfen können. Doch bis das Vakzin seinen Weg zum Patienten finden kann, steht für den Arzt und sein Praxisteam einiges an zusätzlicher Arbeit an. „Wir müssen jetzt unsere Patientendatei durchschauen. Da sich an der Priorisierung nichts geändert hat, rufen wir jetzt alle 80-Jährigen, die über 70 Jahre alten und chronisch kranken Patienten an, um festzustellen, ob sie überhaupt geimpft werden wollen oder ob sie dies nicht bereits schon sind.“

Ein erster Schritt ist damit getan.

Andreas Garthoff, Hausarzt

Den zusätzlichen Aufwand rund ums Impfen in den Praxisalltag zu integrieren, sei schwierig. Deshalb werde man wohl einmal in der Woche die Nachmittagssprechstunde aussetzen und dann nur impfen. Mit den Aufklärungsgesprächen, dem Ausstellen der Impfbescheinigung und dem Ausfüllen der Anamnese-Bögen gehe das nicht anders. Trotz der zusätzlichen Arbeit ist Andreas Garthoff froh, dass es los geht. „20 Dosen in der Praxis verimpfen zu können, ist besser als nichts. Je mehr und je schneller wir die Menschen versorgen können, umso besser. Ein erster Schritt ist damit getan.“

Schnelltests auch zum Teil in Arztpraxen

Neben der Gemeinschaftspraxis Lehmkühler und der Praxis Dr. Lüsebrink und Kopycki gehört die Praxis Schriever auch zu den testenden Arztpraxen in Schalksmühle. Schnelltests und Labortests führt die Praxis durch. Bei den Schnelltests, die Monika Schriever in ihrer Praxis durchgeführt hat, ist bis dato noch kein positiver Fall einer Corona-Erkrankung aufgetreten. „In Schalksmühle ist die Wahrscheinlichkeit auch nicht so hoch, dass ein positives Ergebnis dabei herauskommt, weil die Zahlen nicht so hoch sind“, vermutet die Ärztin. Auf die kostenlosen Schnelltests habe jeder einmal pro Woche ein Anrecht.

In ihrer Praxis sind es in der Regel die kleinen Patienten, die sie testet. Wenn die Eltern dies wünschen, testet sie diese gleich mit. Um auszuschließen, dass es sich bei einem Schnupfen um Corona und nicht um eine durch Pollen verursachte Allergie handelt, nähmen die Familien die Tests in Anspruch. Bei einem positiven Schnelltest müsse zwangsläufig ein PCR-Test gemacht werden. Das Gute beim Testen in Arztpraxen sei, dass dieser dann unmittelbar angeschlossen werden könne.

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