„1000 Stimmen“ erklingen in der Kirche Heedfeld

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Streicher und Flötenspielerinnen: Auch der Musizierkreis trug zum Gelingen des Konzertes bei.

SCHALKSMÜHLE ▪ „Helfen Sie uns, zu helfen!“ Mit diesem Appell richtete sich Heide Bachmann als Vorsitzende der Tschernobyl Hilfe Schalksmühle am Sonntag an die Besucher der Heedfelder Kirche.

Mit gleich drei Musikgruppen gestaltete die Kirchengemeinde Hülscheid-Heedfeld dort das Konzert „Freuet euch der schönen Erde – und bewahrt sie“. Damit erinnerten die Aktiven an die Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren, die durch den Supergau im japanischen Fukushima wieder an Aktualität gewonnen hat.

Im Gedenken an die Atomkatastrophe vor 25 Jahren

Angeregt hatte das Konzert Doris Petrick, Leiterin des Kirchenchores in Heedfeld. Schon lange unterstützt sie den Verein „Heim-statt Tschernobyl“, der in diesem Jahr die Aktion „1000 Stimmen gegen das Verdrängen“ initiiert hat. Deutschlandweit musizieren unter diesem Motto Gruppen und Künstler in Benefizkonzerten, immer im Gedenken an die Atomkatastrophe vor 25 Jahren. „Der Verein baut im Norden von Weißrussland energieeffiziente Häuser, organisiert Erholungsmaßnahmen für betroffene Familien und erschließt dort alternative Energiequellen“, erklärte Doris Petrick dem Publikum in der gut besetzten Heedfelder Kirche.

Stücke aus unterschiedlichsten musikalischen Epochen

Musikalisch war das Konzert vielseitig gestaltet. Musizierkreis, Posaunenchor und der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Heedfeld-Hülscheid wechselten sich in den drei Teilen unter den Überschriften „Du schufst, Herr, unsere Erde gut...“, „...sie zu bewahren gibt uns Mut!“ und „Schöpfer, Gott, erbarme dich!“ mit Stücken aus unterschiedlichsten musikalischen Epochen ab. Die Komponisten Antonin Dvorak oder Henry Purcell kamen genauso zu Gehör wie Johann Sebastian Bach oder John Rutter. In der dreichörigen Motette „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ von Michael Praetorius musizierten alle drei Gruppen gemeinsam. Und auch das Publikum durfte bei mehreren Liedern miteinstimmen.

Statt Eintritt sammelten die Veranstalter am Ende des musikalischen Nachmittages Spenden für die Arbeit in Weißrussland. Diese Hilfe um zu helfen gaben die Besucher, von denen sich viele seit Jahren für die Tschernobyl-Opfer engagieren, gerne. ▪ Marit Schulte

Weitere Infos zur Aktion: http://www.1000-stimmen.de/

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