Zwölf Musiker in Haus Nordhelle

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Mit dabei waren auch Gerrit Eckert und Thomas Cross, gesanglich unterstützt von Saskia Hock. ▪

VALBERT ▪ Nur zwei Musiker hatten sich im Vorfeld für die siebte Auflage der Offenen Bühne in Haus Nordhelle angemeldet – zwölf traten am frühen Sonntagabend auf.

So zeigte sich die Spontanität, die der Veranstaltung ihren ganz speziellen Charme verleiht, auch hier. Die offene Bühne richtet sich vor allem an ambitionierte Hobbymusiker, die ihr Können bislang vorwiegend im Freundeskreis oder am Lagerfeuer präsentierten und einmal in ungezwungener Atmosphäre Bühnenluft schnuppern möchten.

Klamme Finger, Lampenfieber, kleine Patzer – das juckt bei dieser Veranstaltung niemanden. Schließlich wollte Initiator Michael Adolph, der die erste Auflage 2006 zusammen mit dem Leiter der evangelischen Tagungsstätte Haus Nordhelle Joachim Stöver organisierte, Musikern die Gelegenheit geben, im Kreis Gleichgesinnter aufzutreten und „unplugged“, also ganz ohne technische Verstärkung zu musizieren.

Adolph selbst eröffnete den Abend mit „Ein Augenblick wie dieser“ von Werner Lämmerhirt, einer Ballade mit anspruchsvollen Picking-Passagen und lyrisch-poetischem Text.

Der Meinerzhagener Volker Kreft und sein Lüdenscheider Musikerkollege Franz Winkelmann sind zwar schon „alte Hasen“, was das Musikmachen angeht und traten schon mehrmals bei der Offenen Bühne auf, dennoch hatten sie einige Tipps gegen Lampenfieber parat. Sie begannen etwas abseits der Zuhörer mit dem Gitarrenspiel und gingen langsam Richtung Bühne.

„Wir haben uns überlegt, dass das die Spannung etwas raus nimmt“, gestand Volker Kreft schmunzelnd. Als Duo zu spielen sei ein weiterer Trick für mehr Gelassenheit, ergänzte Franz Winkelmann – „es kommt fast nie vor, dass wir beide gleichzeitig rauskommen.“ Mit Cat Stevens „Sad Lisa“ oder „Down on the Corner“ der Kalifornischen Rockband Creedence Clearwater Revival unterhielten sie ihr Publikum.

Als jüngste Teilnehmerin legte die 13-jährige Joelle Reinisch ein glänzendes Debüt hin. Seit vier Jahren spielt sie Gitarre und meisterte ihren Auftritt mutig und offensiv. Sie sang zu den Gitarrenklängen unter anderem „Vergiss mich“ von Luttenberger Klug.

Das Duo Gerd Großkreutz und Albert Dahlhaus aus Hemer und Herne erfuhr im Rahmen eines Musikertreffs von der Offenen Bühne und ließ sich nicht lange bitten. Beide organisieren selber ähnliche Veranstaltungen und spielten Musik von Country-Legende Johnny Cash oder ein Stück des Folkmusikers Allan Taylor.

Die Musik war beinahe ebenso vielfältig wie die Musiker, so trat auch die Harfenspielerin Cora Büsch auf und sang mit dem Publikum Volkslieder. Mit dabei waren auch Gerrit Eckert und Thomas Cross von der heimischen Band Skylight, die schon eine ganze Menge Bühnenerfahrung mitbringen. Sie wurden bei ihrem Auftritt gesanglich von Saskia Hock unterstützt und spielten „Africa“ von Toto und „Iris“ von The Goo Goo Dolls. Auch die Kiersperin Annette Gräfe ist eine erfahrene Musikerin und erntete begeisterten Applaus. Der Meinerzhagener Jörg Hornung spielte Dylans „Knocking on heavens door“ und den Beatles-Song „Eight days a weak“. Nach mehr als zwei Stunden buntem Musikprogramm stimmten alle zusammen „Annies Song“ von John Denver an. ▪ ps

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