Zweites Quellfest an der Volmequelle

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper eröffnet, wie schon im Vorjahr, auch am Sonntag wieder das vom Verein „Volme Natur“ organisierte Quellfest. ▪ Archivfoto: vom Hofe

MEINERZHAGEN ▪ Zum 2. Quellfest an die Volmequelle in der Nachbarschaft des Volmehofs von Familie Fischer in Meinerzhagen lädt der Verein „Volme Natur“ Natur- und Umweltfreunde sowie andere Interessierte für den kommenden Sonntag, 5. Juni, herzlich ein.

Die Veranstaltung wird um 11 Uhr eröffnet von Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, die bei dieser Gelegenheit sicherlich auch aktuelle Informationen zum Stand des Regionaleprojekts „Ein Kreis packt aus“ vermitteln wird. Das Projekts hat Großes vor: Gewässer renaturieren, freilegen und erlebbar machen. Flüsse und Bäche sollen wieder ein ansehnliches und bestimmendes Element in der Landschaft und in den Kommunen werden. Der Volme als das prägende Gewässer im Süden des Kreises kommt innerhalb der Projektarbeit eine ganz besondere Bedeutung zu. Eingebunden in diese Arbeit ist auch der 2010 gegründete Verein „Volme Natur“.

Erklärte Aufgabenstellung des Vereins ist es, den Fluss Volme von der Quelle (in Meinerzhagen) bis zur Mündung (Hagen) als Lebensraum in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Durch die Umweltarbeit des Vereins vor Ort sollen die Menschen stärker für „ihren“ Fluss und die Umwelt sensibilisiert werden. Mittel- und langfristig sollen hierdurch Synergien freigesetzt werden, die zur Renaturierung der stark und weniger stark anthropogen veränderten Flusslandschaft führen und zu einem „Erlebbar machen des Flusses“ beitragen.

Ein besonderer Aspekt ist hierbei nach dem Willen der Vereinsmitglieder das Thema Generationengerechtigkeit – ein generationsübergreifendes Handeln und ein gemeinsames Lernen mit und von der Natur.

Der Schwerpunkt der Umweltarbeit des Vereins liegt im Bereich der Umweltbildung – der Vermittlung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Dies beinhaltet die Planung und Durchführung von Tagungen, Seminaren, Weiterbildungsveranstaltungen, Ausstellungen, Veranstaltungen und Exkursionen zum Quellgebiet und Flusslauf der Volme und deren Zuflüsse für alle Altersgruppen. Zudem die fachliche Anleitung bei praktischen Arbeiten zu Renaturierung, Schutz und Pflege der Volme und ihrer Nebenflüsse, sowie die Pflege anderer Formen der Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Satzungszweckes, wie den Aufbau von Netzwerken (Networking) mit Bildungsträgern, Umweltverbänden, Politik, Wirtschaft, Kirchen, Privatpersonen etc.

Weitere Infos über den Verein finden sich auch im Internet unter http://www.volme-natur.net.

Das zweite Quellfest am kommenden Sonntag vermittelt in der Zeit von 11 bis 18 Uhr viele Informationen über die Volme, die Projekte und weitere naturbezogene Themen. Auch für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt sein.

Ab 15 Uhr wird ein besonderes Kinderprogramm angeboten, in dessen Verlauf auch die Wahl einer „Volme-Prinzessin“ erfolgt.

Das Einzugsgebiet der Volme ist überwiegend durch Wald, sekundär durch Grünland, Siedlungsflächen und industrielle Nutzung gekennzeichnet. Ackerflächen finden sich mehrheitlich im Einzugsgebiet der Ennepe und nehmen dort ein Achtel der Fläche ein.

Die größeren Städte im Einzugsgebiet – Hagen, Gevelsberg und Ennepetal – liegen an der unteren Volme sowie der unteren und mittleren Ennepe und prägen den Gewässercharakter entscheidend mit. Ebenso Meinerzhagen im Quellbereich der Volme. Das Hauptgewässer in der Planungseinheit ist die Volme, die auf einer Höhe von 480 Metern südöstlich von Meinerzhagen entspringt und nach einer Fließstrecke von 50 Kilometern, zum Teil durch enge Tallagen, in Hagen in die Ruhr mündet. Das größte Nebengewässer der Volme ist die Ennepe mit 42 Kilometern Fließlänge. ▪ -fe

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