Zweite Zufahrt schafft Sicherheit

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Die Zufahrt über die Brücke am Darmcher Grund gleicht einem Nadelöhr. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet Darmche soll Ende September fertiggestellt sein.

„Ab dem 25. Juli werden die abschließenden Bauarbeiten im vierten Bauabschnitt Darmche Ost beginnen“.

Diese Nachricht gab Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck vom Tiefbauamt der Stadt Meinerzhagen auf Nachfrage der MZ am vergangenen Donnerstag bei einem Ortstermin in Sebastopol bekannt.

Dort hatte er sich gemeinsam mit seinem Kollegen Markus Schade und dem zuständigen Bauleiter, Dag Mlody, vom Ingenieurbüro Stapelmann und Bramey, zu einer Baustelleneinweisung getroffen. Mit anwesend auch ein Vertreter der Firma Enervie (Mark E).

„Rund 200 000 Euro wird der letzte Abschnitt kosten. Im Verhältnis zum in 2010 erstellten dritten Bauabschnitt ist die Summen erheblich geringer“, so Bauleiter Mlody. Der Grund hierfür sind allerdings nicht niedrigere Preise, sondern ein anderer Ausführungsstandard.

Während bei den anderen Erschließungsstraßen eine komplette Kanalisation für das Abwasser und Oberflächenwasser erstellt werden musste, kann im jetzt anstehenden Bauabschnitt darauf verzichtet werden.

„In diesem Bereich werden keine Gewerbegrund-stücke mehr erschlossen, da es sich bei den angrenzenden Flächen nur noch um im Bebauungsplan festgesetzte Ausgleichsflächen handelt. Dem zur Folge kann die Oberflächenentwässerung problemlos über die Wiesenflächen erfolgen“, so Jürgen Tischbiereck.

Ausgeführt werden die Arbeiten von der Kirchhundemer Firma Straßen- und Tiefbau. Nach deren Abschluss steht dann die seit längerer Zeit von der Stadt befürwortete und auch von den Anliegern des Gewerbegebietes gewünschte, zweite Zufahrt über die Kreisstraße vier, in der Ortslage von Sebastopol, für den Verkehr bereit.

Wie problematisch die Erreichbarkeit des Gewerbegebietes in der Vergangenheit und noch für wenige Wochen war und ist, wurde Ende 2009 und Anfang 2010 besonders deutlich,

In dieser Zeit musste die bisher einzige Zufahrt über den Darmcher Grund saniert werden. Die dort die Autobahn 45 überspannende Brücke hatte im Laufe der Jahre erhebliche Schäden an der Fahrbahnoberfläche und den Seitenkappen zu verzeichnen.

In der Zeit der Sanierungsarbeiten erforderte die Anfahrt per Lastwagen von deren Fahren ein extremes Augenmaß.

In vielen Fällen ging das buchstäbliche Kamel erheblich leichter durch ein Nadelöhr, als die 40–Tonner der Lieferanten für die ansässigen Firmen durch die Baustelle.

Auch im zuständigen Fachausschuss der Stadt wurden damals die Befürchtungen laut, was für eine Katastrophe ein „Totalausfall“ der einzigen Zufahrt bedeuten würde.

Dieses Schreckensszenario war dann letztendlich auch der entscheidende Fakt, weiteres Geld in die Hand zu nehmen. Die zweite Zufahrt wurde geplant, beschlossen und wird jetzt gebaut.

Mit seinen rund 70 Hektar Gesamtfläche (etwa 45 Hektar davon sind Baufläche) ist das Gewerbegebiet Darmche etwa doppelt so groß, wie das gemeinsam mit der Stadt Kierspe errichtete Interkommunale Gewerbegebiet Grünewald.

Die Nachfrage von Ansiedlungswilligen in Darmche war in der Vergangenheit stetig. Neben neuen Betrieben fanden hier aber besonders auch ortsansässige Firmen mit Erweiterungsbedarf eine neue Heimat. Ein mögliches „Abwandern“ und damit auch ein Verlust von Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen wurden dadurch verhindert. ▪ JJH

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