Zweite Auflage von Ebberock begeistert

Miteinander feiern, trinken, singen und Spaß haben war das klar umrissene Programm beim zweiten Ebberock am Samstag in Valbert. ▪

VALBERT ▪ Scharenweise waren gestern Abend Deutschrock-Fans zum Ebberock in der Valberter Ebbehalle angereist, zu dem Veranstalter Christoph Last nach dem Erfolg im vergangenen Jahr zum zweiten Mal eingeladen hatte.

Das Programm war klar umrissen: Miteinander feiern, trinken, singen, Spaß haben. Friedlich, aber bestimmt nicht leise. Mit sieben Bands, die ordentlich Dampf machten und Klartext redeten. Auch wenn man den bei der höllischen Lautstärke oft nicht verstand, störte das keinen, denn die meisten kannten die Worte sowieso auswendig. So halfen sie auch Kärbholz-Sänger Torben Höffgen bei einer leichten Gedächtnisschwäche gern wieder auf die Sprünge.

Ebberock Valbert 2010

Bei einer Happy Our am späten Nachmittag hatte aber zunächst einmal der musikalische Nachwuchs Gelegenheit sein Können zu zeigen. Die Schweriner Musiker von „Pausenbrot“, alle gerade mal zwölf Jahre alt, spielten auf und stimmten auf den weiteren Abend ein.

Vier sauerländer Jungs aus Drolshagen, nämlich Philip Waitek (Gesang), Udo Dornseifer (Schlagzeug), Steffen Templin (Gitarre) und Nikolas Huperz (Gitarre), kurz, „Schockout“, heizten dann so richtig an, und die hessischen Altmeister von „Stammheim“, allesamt gestandene Musiker und bekennende „Rammstein“-Fans sorgten mit ihrem Tribut an eben jene Band für den ersten Höhepunkt dieser Rocknacht. Nachdem die „Jungen Römer“ ihren Auftritt wegen Krankheit eines Musikers kurzfristig hatten absagen müssen, waren die „Störte-Priester“ eingesprungen, die mit der Gitarristin Mina den einzigen weiblichen Musiker auf die Bühne brachten.

Die Texte aller Bands reflektierten das eigene Leben der Musiker und ihrer Fan-Generation. Liebe und Freundschaft, aber auch Hass und Tod wurden besungen.

Mit der heutigen Gesellschaft und wie sie sich entwickelt, ging man hart ins Gericht. Pornographie, Sucht, Missbrauch, hemmungsloser Eigennutz und Gewinnstreben sowie das Geld, das die Welt regiert und Menschlichkeit verkümmern lässt und die Umwelt zerstört, wurden gnadenlos thematisiert. Häufig bewusst düster, aber immer wieder auch mit einem guten Schuss Selbstironie und stets mit dem Blick nach vorn.

„Kein Blick zurück“ also, wie es die schwergewichtigen „Berserker“ aus Berlin bei ihrem Auftritt auf den Punkt brachten. Wummernde Bässe, fetzig aggressive Gitarren und treibende Drums unterstützten die Aussagen. Da konnte man beim Pogo mal so richtig Dampf ablassen, so dass so mancher im Getümmel zu Boden ging, aber mit vereinten Kräften schnell wieder auf die Füße gestellt wurde.

Nachdem die metal- und punklastigen Berliner die Fans so richtig auf Touren gebracht hatten, war der Boden bestens bereitet für „Kärbholz“ aus Ruppichteroth. Der wirbelnde Frontmann Torben Höffgen (Gesang und Akustikgitarre), der schnellfingrige Gitarrist Adrian Kühn (Gitarre), Bassmann Stephan Wirths und Drummer Hennig Münch brachten die Halle so richtig zum Kochen.

Eins drauf setzten dann zum krönenden Abschluss der Nacht die Jungs von „Stainless Steel“, die sich ganz den Songs der „Böhsen Onkelz“ verschrieben hatten. ▪ luka

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare