Zwei Städte bieten ein großes Industriegebiet an

Der erste symbolische Spatenstich im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald ist vollzogen.

MEINERZHAGEN ▪ Es war ein langer Weg von der Planungsidee bis zum Planungsrecht und dem am Montag vollzogenen symbolischen ersten Spatenstich. Am 5.

Dezember 2002 hatte der Regionalrat des Regierungsbezirks Arnsberg einstimmig einen Beschluss zur Änderung des gültigen Gebietsentwicklungsplans gefasst und damit grünes Licht für die weiteren Schritte der Nachbarstädte Meinerzhagen und Kierspe auf dem Weg zum interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald gegeben. Nachdem zuletzt auch die äußere Erschließung mit Anschluss an die B 54 geschaffen worden war, geht es nun an die Baureifmachung. In einem ersten Abschnitt werden damit rund 6,5 von hier zur Verfügung stehenden rund 25 Hektar Bauland mit Straße, Kanal und anderen Versorgungsleitungen versehen. Auch der Anschluss an das Breitbandkabelnetz der Telekom ist hier schon gesichert.

Vor diesem positiven Hintergrund strahlten die Beteiligten mit der herbstlichen Sonne um die Wette. Bürgermeister Erhard Pierlings für die Stadt Meinerzhagen, Beigeordneter Olaf Stelse für die Stadt Kierspe und Baudezernent Gerd Schriever in seiner Eigenschaft als technischer Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft (EG) Grünewald stachen den blanken Stahl von drei Spaten in den hier von Fahrzeugen des Tiefbauunternehmens Gebrüder Schmidt schon aufgebrochenen Boden. Als Vertreter der beiden Minderheitsgesellschafter waren bei diesem Startschuss für ein vielversprechendes kommunales Wirtschaftsförderungsprojekt von regionaler Bedeutung auch Wolfgang Opitz als Vorstand der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen und Jochen Schröder als Geschäftsführer der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbh (GWS) zugegen. Weitere Teilnehmer waren die Mitglieder des Aufsichtsrates der EG Grünewald.

Die Beteiligten sind sich sicher, dass sie genau zum richtigen Zeitpunkt nunmehr alle notwendigen Voraussetzungen für die Vermarktung der hier vorhandenen Gewerbeflächen geschaffen haben. So berichtete gestern Sparkassenvorstand Opitz von deutlichen Signalen aus der Wirtschaft, im Zeichen der spürbar anspringenden Konjunktur die Erweiterung vorhandener Kapazitäten in Angriff nehmen zu wollen.

Grünewald, so die Verabredung der beiden Partnerkommunen, soll insbesondere für Vorhaben mit großem Flächenbedarf zur Verfügung stehen. Die vorhandene Infrastruktur, die hervorragende verkehrliche Anbindung im Schnittpunkt der Autobahnen A 45 und A 4 und die nahezu ebene Geländebeschaffenheit sind Vorzüge, mit denen man glaubt bei potenziellen Investoren punkten zu können.

Die Werbung um ansiedlungswillige Unternehmen wird nun offensiver gestaltet. Dazu gehört neben einer großen Info-Tafel in Sichtweite der B 54 auf dem Areal selbst auch der Druck von Flyern und das Freischalten einer eigenen Homepage im Internet unter http://www.gewerbegebiet-gruenewald.de. Bürgermeister Erhard Pierlings zeigte sich gestern optimistisch: Die ersten Grundstücksverkäufe hält er schon im kommenden Jahr für möglich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare