Für zwei Kreisverkehre fehlt bislang das Geld

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Dringend saniert werden muss die Birkeshöhstraße. Für zwei Kreisverkehre, die im Entwurf von Klaus Feldmann eingeplant waren, fehlt bislang das Geld. Jetzt werden entsprechende Varianten überdacht. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Zwei schmucke Kreisverkehre, eine komplett erneuerte Fahrbahndecke, ausgewiesene Parkflächen für Autos sowie Platz satt für Fußgänger – die Birkeshöhstraße könnte umfangreich saniert und ausgebaut werden, wenn denn das Geld dafür vorhanden wäre.

Axel Oehm, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Meinerzhagen, mochte am Montagabend die Vorlage der Stadtverwaltung nicht so ohne Widerspruch durchwinken. Nicht nur nach seiner Rechnung weisen die Planungen einen Fehlbetrag von rund 800 000 Euro auf. „Da sehen wir als CDU eindeutig noch Beratungsbedarf“, ließ er in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt wissen. Würde man dann noch die rund 750 000 Euro bedenken, die durch den voraussichtlichen Wegfall der eigentlich im Haushalt berücksichtigten Schlüsselzuweisungen der Stadt fehlen, könne man die vorgestellte Planung wohl kaum realisieren.

Vorgestellt wurde der Entwurf in der Sitzung von Klaus Feldmann, der mit seinem Büro den Auftrag zur Planung erhalten hatte. Auf einer Länge von rund 850 Metern sollten demnach zwei Kreisverkehre eingebaut werden. Der südliche Kreisel sollte in Höhe der jetzigen Kreuzung Birkeshöhstraße/Jägerstraße, der nördliche Kreisel oberhalb der Vogelwege, wenn die Birkeshöhstraße erneut auf die Jägerstraße stößt, realisiert werden. Beide Kreisverkehre sollten die Möglichkeit bieten, an das zukünftige Baugebiet auf der Fläche der ehemaligen Landesschule anzuknüpfen.

Da solche Straßenbauvorhaben ohne öffentliche Mittel kaum zu realisieren sind, ist die Stadt Meinerzhagen auf entsprechende Zuschüsse angewiesen. Und genau die werden nach Gesprächen auf höherer Ebene von der Bezirksregierung wohl kaum gewährt, denn die Arnsberger Behörde sieht keine Grundlage für die Errichtung von Kreisverkehren in diesem Bereich. Die Argumentation aus Arnsberg: Es handle sich nicht um einen Unfallschwerpunkt und auch das Verkehrsaufkommen sei nicht übermäßig hoch. Somit seien die Mehrkosten für die Kreisverkehre nicht zuschussfähig. Rund 1,93 Millionen Euro würde der Ausbau der Straße ohne Kreisverkehre kosten, die Bezirksregierung stellt dafür rund 60 Prozent an Zuschüssen in Aussicht. Mit Kreisverkehren, die zweifellos einen gewissen Charme hätten, würden etwa 2,6 Millionen Euro nötig sein.

Auch Reiner Ronge von der FDP sieht die Kreisverkehre eher skeptisch: „Aufgrund der demografischen Entwicklung glaube ich kaum, dass mittel- bis langfristig die Fläche der ehemaligen Landesschule bebaut werden muss.“ Im neuen Baugebiet Werlsiepen stünden noch jede Menge Kapazitäten zur Verfügung.

Bürgermeister Erhard Pierlings und der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Oehm waren sich am Ende einig, sich die Option offen zu halten, ob die Straße mit oder ohne Kreisverkehre saniert wird. Klaus Feldmann erhielt schließlich den Auftrag bis voraussichtlich Ende April neue Entwürfe nebst Zahlen vorzulegen. Einmal die Sanierung ohne Kreisverkehre, zum zweiten die Sanierung mit nur einem Kreisverkehr sowie die Sanierung mit zwei Kreisverkehren. Die Varianten sollen dann noch einmal im Planungsausschuss vorgestellt werden. Die Variante mit nur einem Kreisverkehr im nördlichen Teilstück der Straße hatte der Ausschussvorsitzende Rainer Schmidt (SPD) ins Spiel gebracht. ▪ is

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