Zweckverband: Bedauern über Meinerzhagener Austritt

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Der Leiter der Versammlung Udo Horn, Imke Grotelüschen, Anne Heucker und Christian Pospischil (von links).

Meinerzhagen - Als der Vorsitzende der Versammlung des Zweckverbandes Bigge- Listersee Udo Horn am Donnerstagnachmittag einige Mitglieder im Meinerzhagener Rathaus begrüßte hatte, konnte er sie direkt wieder verabschieden. Denn pünktlich zum Sitzungsbeginn um 17 Uhr waren nur fünf stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Benötigt hätte man jedoch sechs.

Und so hatte man sich schon auf eine Neuansetzung der Versammlung eingestellt, als dann doch noch mit leichter Verspätung die „fehlende Stimme“ eintraf.

Es folgte die kurze Vorstellung von Anna Reucker, der neuen Assistentin der Geschäftsführung. Diese Personalie hatte zuletzt im Rat der Stadt Meinerzhagen für Diskussionen gesorgt (MZ berichtete). Im anschließend von Geschäftsführerin Imke Grotelüschen abgegebenen Bericht ging diese auf die Aktivitäten des fast abgelaufenen Jahres ein. Einen nicht unerheblichen Teil nahmen dabei die Erläuterungen zur Internetpräsenz und die neue Imagebroschüre für Niederländer und englischsprachige Interessenten ein. Und es gab auch Infos über die vorläufigen Besucherzahlen 2015, die sich bisher in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen. Zum neuen stellvertretenden Verbandsvorsteher wurde der Olper Bürgermeister Peter Weber gewählt. Kurz war sowohl die Vorstellung als auch die Aussprache über den Haushalt 2016. Der jeweils zehnprozentige Anteil für Meinerzhagen und Drolshagen beträgt darin 20 430 Euro, die Differenz zum Gesamtbetrag des Etats in Höhe von 163 440 Euro bringen Attendorn und Olpe zu gleichen Teilen auf.

Dann ergriff der Verbandsvorsteher das Wort. Unter „Bekanntgaben und Informationen“ teilte er den Austritt der Stadt Meinerzhagen aus dem Zweckverband zum 1. Januar 2017 mit. „Ich finde es bedauerlich, da es sinnvoll und wichtig ist, dass sich alle Anliegerkommunen gemeinsam bemühen. Das wird sicherlich ohne Meinerzhagen schwieriger“, so Christian Pospichil. Auf eine Nachfrage aus der Sitzung, ob er mit dem Meinerzhagener Bürgermeister nochmals in der Sache Kontakt aufnehmen wolle, antworte er zurückhaltend: „Zunächst müssten die Meinerzhagener ihre Vorstellungen für eine eventuelle weitere Zusammenarbeit äußern.“

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