Sorgen durch Nachrichten aus der Kreisstadt

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Mahnmal oder Landmarke? Die Brücke am Bahnhof ist bislang nur über Leiter oder Hebebühne zu begehen.

Meinerzhagen - Die drei Dachstützen, die aufwendig saniert wurden stehen zwar wieder. Doch dafür gleicht der Bahnhof andernorts einer Großbaustelle: Ob aus der geplanten Fertigstellung der Fußgängerbrücke zum Fahrbahnwechsel der Bahn wirklich noch etwas wird, ist offen, denn: Der Stahlbauer, der mit der Brücke beauftragt worden war, befindet sich offenbar in Lieferschwierigkeiten.

Von Frank Zacharias

Eben jenes Unternehmen, das unter größter Aufmerksamkeit im September das Mittelstück der Brücke über die Gleise gehoben hat (die MZ berichtete), ist nämlich noch auf vielen weitere Baustellen gefordert. Etwa in Lüdenscheid nahe der Phänomenta, wo im Rahmen des Regionale-Projekts „Denkfabrik“ ebenfalls eine Fußgängerbrücke errichtet werden soll. Die Fertigstellung dieses Bauwerks, das die Fachhochschule Südwestfalen und die Phänomenta verbinden soll, war ursprünglich für diesen Monat geplant. Doch nach Angaben der Stadt Lüdenscheid wird es nun erst Ende Februar oder Anfang März gebaut. Die Verschiebung liege am „ambitionierten Terminplan des Stahlbauers, bevor er sich mit dem Thema befasst hat“, teilte Yvonne Schubert vom Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb der Stadt Lüdenscheid (STL) im Bau- und Verkehrsausschuss der Kreisstadt mit.

Das Unternehmen war unter Druck geraten, weil es im Rahmen der Baumaßnahmen der Denkfabrik für mehrere Projekte den Zuschlag erhalten hatte – so auch für den Lüdenscheider Pendelturm, der mittlerweile steht, und auch für einen Brückenbau in Meinerzhagen. Die Anlieferung der Verbindungselemente an ZOB und Weststraße sollten nach Informationen der MZ eigentlich bereits bis Ende Oktober erfolgen. Zuletzt hatte Jürgen Tischbiereck, Fachbereichsleiter Technischer Service, den Fahrplanwechsel Mitte Dezember anvisiert. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist jedoch ungewiss: Ursprünglich sollte Meinerzhagens Brücke vor ihrem Lüdenscheider Pendant angeliefert werden. Die jetzt bekannt gewordene Verzögerung in der Kreisstadt lässt für die Volmestadt nichts Gutes erahnen.

Immerhin tat sich in dieser Woche etwas hinsichtlich der Überdachung des Bahnsteigs. Die drei Dachstützen, welche vor einiger Zeit demontiert und einer Oberflächensanierung unterzogen wurden, stehen wieder. Mit ihrem nunmehr grauen Anstrich und der historischen Niet-Technik, sind sie bereits jetzt ein Blickfang. Ebenso ist schon die Dachverstrebung, auf welcher die eigentliche Dachkonstruktion montiert wird, vorhanden.

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