Rising Stars rocken die Aula des Gymnasiums

In die Unterwasserwelt entführte der Unterstufenchor des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen die Zuhörer mit dem Seeschlangen-Song und einem Lied aus „Arielle“. - Fotos: Steller-Lübke

Meinerzhagen - Die „Zugabe“-Rufe verhallten leider ungehört. Viele Zuhörer hätten in der nahezu vollbesetzten Aula des Evangelischen Gymnasiums gerne noch mehr von den aufgehenden Sternen gehört – von Filmmusik aus „Arielle“ über Hannes Wader und Phil Collins bis hin zu Rihanna und Lady Gaga.

Von Manuela Steller-Lübke

Die „Rising Stars“ erhielten für ihr zweistündiges Konzert donnernden Applaus. Dabei fuhren die Gymnasiasten sowohl am Donnerstag- als auch am Freitagabend alles auf, was sie rund um die Musik zu bieten haben.

Der Vokalpraktische Kurs (VPK) der Stufe 11 stellte nicht nur die Moderatoren des Abends, sondern zeichnete auch größtenteils für die Organisation verantwortlich.

Die Bläserklasse der Jahrgangsstufe 6 eröffnete unter der stellvertretenden Leitung von André Becker (Musikschule Volmetal), der für den erkrankten Ulf Kleinitz eingesprungen war, das Musikevent und schlug mit „Trumpet tune“, dem „Mickey Mouse March“ und „Happy“ die musikalische Brücke vom 17. ins 21. Jahrhundert.

Den Hit von Pharrell Williams gab es nach der Pause gleich nochmal, diesmal rockig von der EGM-Band. Vor dem Liebesglück stand allerdings das Liebesleid, mit Liedern, die nur Teile einer Geschichte erzählen.

Joelle Reinisch, Dana Defendenti, Judith Bergen und Rieke Först (Klavier) legten mit wechselnden Soloparts, begleitet von Lukas Rehorn (Cachon), viel Gefühl in Songs von Sam Smith (Stay with me), Christina Perri (Human) und Natasha Bedingfield (Soulmate).

Und wenn letztgenanntes Lied traurig und deprimiert machte, dann sorgte der in bunte Shirts gekleidete Unterstufenchor (Leitung: Michael Otto) für die gute Laune. Die „Rising Stars“ strahlten nämlich nicht nur am Musikhimmel, sondern begaben sich mit dem Seeschlangen-Song und dem „Seetang“ aus Arielle auch in die Unterwasserwelt.

Besonderen Applaus erhielten Wiebke Willing und Ben Müller für ihre Rap-Soli in Maroon 5s „Payphone“, mit dem sich die Chöre der 5. Klassen an keinen einfachen Song wagten, ebenso wie die Sechstklässler, die „Traum“ von Cro interpretierten.

Mit einer lockeren Choreographie (Heute hier, morgen dort) entließ der Unterstufenchor die Zuhörer – vom sieben Monate alten Lennard bis zur Oma – in die Pause, nach der es mal rockig, mal getragen weiterging.

Die EGM-Band, die mit großer Besetzung (Klavier, Keyboard, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Trompete, Saxophon, Querflöte) auftrat, ließ es mit „Uptown Funk“ richtig krachen.

Nicht nur den Musikern sah man dabei an, dass sie Spaß hatten, auch die Sängerinnen Franziska Hasek und Miriam Neise (unterstützt von den „Bassmännern“ Franz Sikora und Armin Schmutzler) überzeugten – sowohl funkig, als auch bei Phil Collins’ „In the air tonight“. „Can you feel the love tonight“ (Elton John) – die vom Großen Chor musikalisch gestellte Frage, ließ sich nur bejahen.

Ihre Liebe zur Musik ließen die knapp 70 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Viktoria Büscher, die für Michael Dahmen einsprang, die Zuhörer durchaus spüren.

Merle Bierekhoeven und Lukas Rehorn interpretierten „Stay“ (Rihanna) und Lady Gagas „Born this way“ (Klavier: Stefan Schulte) auf ganz eigene Weise, so wie der gesamte Chor, der beim „Evening Rise“ mit entsprechender Lichttechnik für Gänsehaut sorgte. Einen besonderen Augen- und Ohrenschmaus servierten die Gymnasiasten mit „Diamonds“: Die Abiturientinnen Joline Oswald und Kira Scheffler tanzten zum ersten Mal zu diesem Song von Rihanna.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare