Zisterzienserpater ergänzt nur Pastoralteam

Nachfolge von Pfarrer Rehberg weiterhin unklar

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Pfarrer Thorsten Rehberg (rechts) trat am 8. Februar 2015 in der Pfarrei St. Maria Immaculata in Meinerzhagen und Kierspe die Nachfolge von Peter Wilhelm Keinecke an. Die Vorstellung des neuen Pfarrers nahm Domkapitular Dr. Michael Dörnemann (links) vor. In der Bildmitte ist Pastor Ludwig Opahle abgebildet, der Meinerzhagen bereits verlassen hat.

Meinerzhagen - Seit der Bekanntgabe des Weggangs von Pfarrer Thorsten Rehberg aus Meinerzhagen ist es ruhig geworden um die katholische Pfarrei St. Maria-Immaculata. Zwar deutete sich in Person von Zisterzienserpater Placidus Beilicke früh eine Nachfolgeregelung an – doch einen echten Ersatz stellt dieser offenbar nicht dar.

Wie aus dem aktuellen Gemeindebrief von St. Maria-Immaculata hervorgeht, soll Beilicke ab Sonntag, 2. Dezember, lediglich das Pastoralteam verstärken und – gemeinsam mit Pastor Gregor Myrda – für das Gebiet Meinerzhagen zuständig sein. Wo er allerdings wohnen wird, sei noch unklar. Es habe dazu innerhalb der Gemeinde „einige müßige Diskussionen“ gegeben, wie es in dem Gemeindebrief heißt.

Offenbar wird Pfarrer Thorsten Rehberg zunächst eine Sabbatzeit einlegen, während derer er zumindest teilweise in Meinerzhagen wohnen wird. Sollte er ausziehen, stehe die Abwicklung von St. Martin sowie die „Überarbeitung“ von St. Marien an (siehe Info-Kasten), sodass Placidus Beilicke nicht vor Ort werde wohnen können. Ehe eine zusätzliche Dienstwohnung angemietet werden könne, müsse aber das Pfarrhaus in Valbert in Betracht gezogen werden, in dem zuletzt Pastor Ludwig Opahle sowie lange Zeit der Valberter Kindergarten untergebracht waren.

Wer Pfarrgeschäfte übernimmt, ist unklar 

Nicht weniger unklar stellt sich die Übernahme der Amtsgeschäfte von Thorsten Rehberg dar, der am 30. November auf eigenen Wunsch, wie es seinerzeit hieß, „entpflichtet“ wird. „Die Amtsgeschäfte wird vermutlich zunächst ein Pfarradministrator übernehmen“, heißt es im aktuellen Gemeindebrief. Dabei handele es sich um einen Priester, der die pfarrlichen Pflichten vorübergehend wahrnehme, dabei aber keine neuen Prozesse anstoßen dürfe. 

„Ein Administrator soll möglichen Entscheidungen des zukünftigen Pfarrers nicht zuwiderhandeln“, wird erläutert. Er dürfe nur verwalten. Ein neuer Pfarrer indes sei noch nicht in Sicht – und es sei unklar, wie lange man auf einen Administrator angewiesen ist.

Mit weiteren Hintergründen zum Abschied Pfarrer Rehbergs können die Mitglieder der Pfarrei am kommenden Sonntag, 11. November, rechnen. An diesem Tag werde Rehberg gemeinsam mit Pastor Gregor Myrda ab 10 Uhr gemeinsam einen Gottesdienst in St. Marien feiern und im Anschluss die Beweggründe für seinen Weggang darlegen. Abschließend heißt es im Gemeindebrief zu diesem Thema vorab: „Die Entscheidung ist ihm nicht leicht gefallen, die Gründe liegen im Bereich des menschlichen Miteinanders.“

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