Die zentrale Frage: Altern – aber wie?

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Professorin Dr. Cornelia Kricheldorff von der katholischen Fachhochschule Freiburg referierte. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Viele sehnen ihn herbei, für andere kommt er zu früh: der Ruhestand.

Doch einige Menschen stehen am Anfang des neuen Lebensabschnittes vor einer schwierigen Aufgabe. Wie gestalte ich den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand? Mit diesem Thema befassten sich gestern die Teilnehmer einer Fachtagung, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Demographie – lebenslanges Lernen“ und dem Team von Haus Nordhelle in die Valberter Tagungsstätte eingeladen hatte.

60 Interessierte hatten sich gestern im Veranstaltungsraum versammelt, unter ihnen Bürgermeister-Stellvertreter Rainer Schmidt, Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin Petra Crone, Robert Kirchner-Quehl von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Joachim Stöver, pädagogischer Leiter von Haus Nordhelle, der Lüdenscheider Bürgermeister Dieter Dzewas und Vertreter der Stadt Kierspe, der Gemeinde Schalksmühle, der Kirchen, verschiedener Awo-Einrichtungen, des DRK, der Volkshochschulen, Gewerkschaften und des Arbeitgeberverbandes.

Sie alle hörten den Vorträgen interessiert zu, die Professorin Dr. Cornelia Kricheldorff von der katholischen Fachhochschule Freiburg und Diplom-Pädagogin Karin Nell aus Düsseldorf hielten. Die Eröffnung der Tagung und die Begrüßung der Gäste hatten Robert Kirchner-Quehl, Petra Crone und Joachim Stöver übernommen.

Der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft steigt stetig – „wie lässt sich der demografische Wandel positiv gestalten?“ Auch dieser Frage wurde nachgegangen. Dabei, so Professorin Dr. Kricheldorff, seien auch die Älteren selbst gefordert, ebenso wie beim Übergang in die Rente: „Es ist wenig erfolgversprechend, politische und moralische Appelle an Ältere zu richten“. Die Fachfrau aus Freiburg zeigte anschaulich auf, dass Engagement und Aktivität im Alter auch etwas mit dem sozialen Hintergrund zu tun hat. Schon während der Arbeitsphase müsse daran gearbeitet werden, gesund und aktiv zu bleiben: „Auch die Betriebe haben nichts von Dauerkranken und unzufriedenen Mitarbeitern.“

Petra Crone, zusammen mit der VHS Kierspe, der VHS Volmetal und Haus Nordhelle hatte die Idee, nicht nur über gesellschaftlich Veränderungen zu reden, sondern sie positiv zu gestalten. Das soll auch nach der gestrigen Fachtagung weiter geschehen, dafür will das neu gegründete Netzwerk mit weiteren interessanten Themen in der Zukunft sorgen. ▪ beil

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