Meinerzhagen: Mehr Einwohner als gedacht

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Überraschendes Ergebnis der Volkszählung: Meinerzhagen hat mehr Einwohner als gedacht. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Auch für die Stadt Meinerzhagen hat der „Zensus 2011“ interessante Daten und Fakten erbracht.

Die Ergebnisse der zum Stichtag 9. Mai 2011 erfolgten bundesweiten Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung liefern nunmehr deutlich konkreteres Zahlenmaterial für die Einschätzung auch der künftigen Entwicklung. Eine traditionelle Volkszählung war zuletzt 1987 vorgenommen worden.

Für die Stadt Meinerzhagen wurde zum Zeitpunkt der Erhebung eine Bevölkerungszahl von 21 073 Personen nunmehr sozusagen amtlich festgestellt. Diese Zahl korrespondiert annähernd mit der vom Einwohnermeldeamt auf der Grundlage eigener Fortschreibung ermittelten Größe von 20 919, wie Gundula Klotz vom Bürgerbüro der Stadt auf Anfrage der MZ mitteilt. Meinerzhagen ist damit eine der wenigen Kommunen, für die der Zensus eine (um 154 Personen) höhere Bevölkerungszahl ergab. In 298 von 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden lag die beim Zensus 2011 ermittelte Einwohnerzahl unter der bislang veröffentlichten.

Die höchsten Abweichungen (Stand Fortschreibung: 31.12.2011) wurden für Blankenheim im Kreis Euskirchen (+4,9 Prozent) und Schöppingen im Kreis Borken (-17 Prozent) festgestellt. Und für Siegen ergibt sich als unschöne Konsequenz, dass man wegen einer festgestellten Differenz von insgesamt rund 4 000 Einwohnern nunmehr unter die 100 000-Einwohnergrenze gerutscht ist und somit nicht mehr den Statuts einer Großstadt hat.

Für Meinerzhagen, das nach den Daten des hiesigen Einwohnermeldeamtes aktuell noch 20 512 Einwohner mit Hauptwohnsitz hat, ergeben sich laut dem Zensus 2011 die folgenden weiteren besonderen Merkmale:

Die Gesamtbevölkerungszahl von 21 073 Personen gliedert sich auf in 10 680 Frauen und 10 390 Männer.

Den größten Anteil mit 19,7 Prozent machen die 4 160 Personen der Altersklasse zwischen 50 und 64 Jahren aus, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen = 3 440 Personen oder 16,3 Prozent, den 30- bis 39-Jährigen = 2 350 oder 11,2 Prozent und den 65- bis 74-Jährigen = 2 300 oder 10,9 Prozent. Unter drei Jahren waren 490 Kinder = 2,3 Prozent, im Alter von 3 bis 5 Jahren 600 Personen = 2,8 Prozent, im Alter von 6 bis 14 Jahren 2150 = 10,2 Prozent, im Alter von 15 bis 17 Jahren 800 = 3,8 Prozent, im Alter von 18 bis 24 Jahren 1 740 = 8,3 Prozent, im Alter von 25 bis 29 Jahren 1 160 = 5,5 Prozent und im Alter 75 Jahre und darüber 1 860 = 9,0 Prozent.

19 110 Einwohner besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit, 1 960 Personen sind ausländischer Staatsangehörigkeit.

Religion: 8 360 Meinerzhagener gehören der Evangelischen Kirche an = 39,7 Prozent. 4 590 Personen sind Mitglied der Römisch-katholischen Kirche = 21,8 Prozent. Auf sonstige Religionsgemeinschaften oder auch ohne Religionszugehörigkeit entfallen 8 120 Personen = 38,5 Prozent.

Erwerbsstatus: Als Erwerbspersonen gelten 10 630 Personen, wovon 450 zum Stichtag der Erhebung als erwerbslos gemeldet waren.

Gebäude mit Wohnraum: Es gibt in Meinerzhagen 5 214 Gebäude mit insgesamt 9 885 Wohnungen. Den größten Anteil davon mit 2 596 Gebäuden machen solche aus, die zwischen 1949 und 1978 errichtet wurden.

Von Eigentümern bewohnt waren 4 651 Wohnungen. 4 556 Wohnungen sind vermietet. Damit liegt in Meinerzhagen der Anteil des selbst genutzten Wohneigentums am Gesamtbestand bei 48,2 Prozent, was deutlich höher als der Kreisdurchschnitt von 42,9 Prozent ist. Landesweit beträgt der Anteil des selbst genutzten Wohneigentums 40,6 Prozent, bundesweit 43,2 Prozent.

Alle Daten und Fakten zum Zensus 2011 sind im Internet abrufbar unter der Adresse http://www.zensus.it.nrw.de. ▪ -fe

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