Zeitung auch zum Fensterputzen

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Matthias Bongard ist nicht nur einer der bekanntesten „Söhne“ der Volmestadt, sondern auch bekennender Tageszeitungs-Fan.

MEINERZHAGEN - „Man kann mit einer Zeitung den Fußboden abdecken. Man kann damit Fenster putzen, Glas einpacken, Pinsel abputzen und sie als Kamin-Anzünder nehmen. Für nasse Schuhe gibt's nichts Besseres. Zeitungspapier rein – fertig.“

Matthias Bongard ist nicht nur einer der bekanntesten „Söhne“ der Stadt Meinerzhagen, er ist auch ein bekennender Tageszeitungs-Fan. Und in einer „ernsten Minute“ erläutert er auch, warum: „Ich will wissen, wann der Wandertag stattfindet und was sonst noch so passiert in Meinerzhagen. Die Zeitung motiviert mich auch. Zum Beispiel beim Volleyball. Oft wird die Lokalzeitung als ,Käseblatt' abgetan – aber dieses Vorurteil stimmt nicht. Man muss wissen, was in der Region passiert – und das steht in der MZ“, ist Bongard überzeugt.

50 Jahre alt ist der Medien-Profi, der in Iserlohn geboren wurde aber dann mit seinen Eltern früh nach Meinerzhagen kam. Vater Hans-Werner war als Lehrer am Evangelischen Gymnasium beschäftigt, „Mattes“ baute hier 1980 sein Abitur. Später – nach einer Ausbildung in der Buchhandlung Schmitz – stellte sich dem jungen Mann dann die Frage „war das alles?“ Nein, war es nicht. Der ebenso schlagfertige wie umtriebige Buchhändler erfüllte sich einen Herzenswunsch und erkundete die große weite Welt. Damit begann er in Münster.

In der Westfalenmetropole studierte Bongard Sport und Geographie – und verdiente sich nebenbei Geld beim WDR. „Ich hatte ein Praktikum bei der MZ gemacht und diese Bescheinigung war sehr hilfreich dabei, beim Sender angenommen zu werden.“

Damit war der Grundstein gelegt. „Mattes“ arbeitete nach dem Studium nicht etwa als Sportlehrer oder „Geograph“, sondern als Journalist. „Zuerst war es ein Taschengeld, dann diente es zur Finanzierung der Miete, des Lebensunterhaltes und heute kann ich sogar in den Urlaub fahren“, schmunzelt der in Dortmund wohnende Radio-Moderator. Zurück zu den Wurzeln also – denn in Dortmund unternahm Bongard auch erste „Gehversuche“ in der Radiobranche.

Matthias Bongard ist schon lange ein bekannter Radiomoderator. Über den Jugendsender 1Live und die WDR 2-Westzeit bis zu Ausflügen ins Fernsehen, wo er beispielsweise eine zeitlang „daheim und unterwegs“ moderierte, kam er zu WRD 5. Dort ist er die Stimme des „Stadtgespräches“. Und was schätzt er am Medium „Radio“? „Man kann im Studio moderieren. Da sieht auch niemand den Marmeladenfleck auf dem Hemd und man muss sich nicht rasieren. Außerdem muss man nicht künstlich grinsen.“

Privat ist der ehemalige Meinerzhagener inzwischen verheiratet. Er lebt zusammen mit seiner Frau und deren zehnjährigem Kind – und das in trauter Nachbarschaft mit Kabarettist Fritz Eckenga („der spielt mir am Gartenzaun zu Testzwecken immer sein neues Programm vor“). Obwohl die „Bierstadt“ inzwischen sein Zuhause ist, bezeichnet sich Matthias Bongard nicht als Stadtmensch. Und so bleibt er auch der MZ treu, die er bei Vater Hans-Werner studiert.

 „Meine Zeitung ist für mich eine Art Ritual. Nach dem Urlaub lese ich die Ausgaben der letzten drei Wochen durch“, hat der Journalist seine eigenen Lesegewohnheiten. Dazu gehört auch, einzelne Artikel auszuschneiden, um sie später zu lesen. „Die Stapel werden dann immer dicker – sehr zum Leidwesen meiner Frau.“

Wer Matthias Bongard einmal live erleben möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Beim bevorstehenden NRW-Tag in Bonn übernimmt „Mattes“ an allen Veranstaltungstagen die Moderation auf der WDR-Bühne.

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