Zahl der Straftaten 2017 in Meinerzhagen leicht gestiegen

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Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle bezogen auf 100 000 Einwohner. Sie drückt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung aus.

Meinerzhagen - Laut der am Mittwoch vorgestellten Kriminalstatistik ist im Märkischen Kreis die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr erneut gesunken. In Meinerzhagen ist allerdings ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Bis zum 31. Dezember 2017 wurden im Kreisgebiet insgesamt 24 218 Straftaten registriert. Das sind 1120 oder 4,42 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem im Bereich der Rohheitsdelikte seien die Straftaten zurückgegangen, und zwar um 5,5 Prozent auf 4008 Fälle. Im Bereich der Diebstahlskriminalität war ein Rückgang von 12,1 Prozent auf 8050 Fälle zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote im Kreis stieg um 1,3 Prozent auf 55,1 Prozent, womit der Kreis über dem Landesschnitt von 52,34 Prozent liegt.

960 Straftaten in Meinerzhagen gezählt

In Meinerzhagen wurden 2017 insgesamt 960 Straftaten registriert, 34 mehr als im Vorjahr; ein Anstieg von 3,67 Prozent. Allerdings erhöhte sich die Aufklärungsquote auf 53,85 Prozent. Die Zahl der Sexualdelikte sank von sieben auf vier Fälle, davon drei Fälle von Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung (2016: 2). Alle Fälle wurden aufgeklärt.

Manfred Kurzawe, Elke Heinrichs und Michael Kuchenbecker stellten gestern die Kriminalitätsstatistik 2017 vor.

Es gab acht Raubdelikte, zwei mehr als 2016. Darunter waren zwei Raubüberfälle auf Straßen, Wegen und Plätzen. Die Zahl der Körperverletzungen stieg um 24,72 Prozent auf 111 Fälle, davon 23 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung.

Sinkende Anzahl der Diebstahlsdelikte

Die Anzahl der Diebstahlsdelikte sank um 10,7 Prozent auf 334 Fälle. Am stärksten war der Rückgang beim Wohnungseinbruchsdiebstahl: Hier sank die Zahl der Delikte von 68 im Jahr 2016 auf 46. Zunahmen gab es bei den Taschendiebstählen – von 17 auf 24 gestiegen – und den Diebstählen von Kraftwagen – von einem auf acht Fälle gestiegen. 31-mal wurde etwas aus einem Auto gestohlen (2016: 30).

Die Kriminalitätslage im Märkischen Kreis.

Fast doppelt so viele Rauschgiftfälle

Die Rauschgiftdelikte nahmen um knapp 73 Prozent zu von 37 auf 64 Fälle. Zudem stieg die Zahl der Sachbeschädigungen von 93 auf 108 Delikte. Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten ging die Zahl der Delikte von 158 auf 149 zurück; ein Rückgang von 5,7 Prozent.

Viele Varianten bei Betrugsmaschen

Nicht für die einzelnen Städte erfasst sind die Straftaten zum Nachteil älter Menschen durch überörtliche Täter. Bei diesen Delikten verzeichnet die Polizei im Märkischen Kreis eine enorme Steigerung von 184 Fällen in 2016 auf 577 in 2017. Dies entspricht einem Anstieg von 213,6 Prozent. Eine Häufung von 390 Fällen gab es dabei im Zeitraum Oktober bis Dezember 2017, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 39. Bei den Betrugsmaschen gebe es laut Polizei zahlreiche Varianten, vom klassischen Enkeltrick über türkische Haftbefehle bis zu falschen Polizeibeamten.

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