Würfelnd zum Festzelt an der Vogelrute

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Probierten das Würfelspiel gleich mal aus (v.l.): Schützenkönigin Manuela Bender, Drucker Ulrich Blumenrath, Schützenkönig Dieter Bender, Stefan Petersen von Krugmann und Spieleerfinder Detlev Gröschl. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Das Würfelspiel ist geeignet, die aus Sicht vieler Schützen „schrecklich lange Zeit“ zwischen zwei Festen zu verkürzen. Und es macht Vorfreude auf das nächste Antreten der Blaukittel an der Stadthalle und ihren Zug zum Festzelt an der Vogelrute.

Detlev Gröschl vom Schützenzug Löh und Mitglied des Stammtischs „Schützenbengel“, hatte die Idee, suchte und fand Mitstreiter bei deren Umsetzung. Gestern, im Rahmen der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung der Löher Schützen, erlebte das neue Würfelspiel „Antreten“ seine offizielle Premiere.

Das in eine passende, natürlich dem Schützenkittel entlehnte blaue Stoffhülle verpackte Spielset besteht aus: 1.) dem gedruckten Spielfeld mit entsprechenden Symbolen und Abbildungen. Es zeigt den Weg der Schützen vom Antreteplatz an der Stadthalle durchs Städtchen, mit markanten Punkten wie beispielsweise „Theile“ oder der „Krim“. 2.) Von Krugmann speziell für diesen Zweck gestaltete, mit einem Waldmeisterlikör abgefüllte Fläschchen, die als besonderem Clou am Verschluss über einen Miniwürfelbecher mit Würfel verfügen. 3. Den Spielfiguren, ähnlich wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht. 4. den Fragen- bzw. Ereigniskarten und 5. einer ausführlichen Spielanleitung.

Und so funktioniert das Ganze:

Jeder Spieler (maximal können sechs teilnehmen) erhält eine Spielfigur. Aufgestellt werden diese am „Bierwagen“, der den Startpunkt markiert. Zu Beginn darf jeweils dreimal gewürfelt werden. Bei einer gewürfelten 6 rückt der Spieler seine Figur zum Antreteplatz, nach nochmaligem würfeln darf der Spieler abmarschieren.

Auf dem Weg zum Zelt sind einige Felder zu beachten: Ein „S“ bedeutet: Schützenkarte ziehen und eine damit verbundene Frage beantworten. Dabei geht es natürlich immer um Dinge rund um das Schützenfest und die nun fast 430-jährige Tradition in dieser Stadt. Zum Beispiel: Wie hieß der bislang erste und einzige Kaiser der Schützengesellschaft? Oder: Wieviele Schützenfiguren sind auf dem Kreisel am Schützenplatz zu sehen?

Bei den Ereignisfeldern A,B,C und so weiter ist die jeweilige Anweisung in der Spielanleitung zu beachten. Zwei Beispiele: C = Du musst bei Otto Fuchs an die Arbeit, 1 x aussetzen, oder G = Es geht steil bergab, noch einmal würfeln.

Falls eine Frage oder Aufgabe nicht beantwortet oder erledigt werden kann, muss der Spieler einen Schnaps trinken. Die blaue „Schützenjokerkarte“ darf beliebig zur Erfüllung der Aufgaben eingesetzt werden. Wer beim Würfeln mit seiner Figur auf einen „Schwarzkittel“ trifft, muss zurück zum Bierwagen und von vorne beginnen.

Gewonnen hat der Spieler, der zuerst am Zelt angekommen ist. Sein jeweils linker Spielenachbar muss dann ihm zu Ehren dreimal die „Dicke Berta“ imitieren. Wie er das gestaltet, ist natürlich der freien Phantasie vorbehalten. Das Spiel ist für Erwachsene bestimmt. Sollten Kinder oder Jugendliche mitmachen, darf natürlich kein Alkohol dazu ausgeschenkt werden. Geholfen haben bei der Realisierung des ersten Meinerzhagener Schützen-Würfelspiels mit dem Namen „Antreten“: Detlev Gröschl (Idee und Gestaltung), BK Media & Print oHG (Druck und Realisation) und Krugmann Spirituosen.

Die Präsentation des Spiels gestern im neuen Vereinsheim der Löh-Schützen an der Gartenstraße löste große Begeisterung ab. Offiziell in den Verkauf kommt das Spieleset am kommenden Montag. Ab dann ist es zu einem Preis von 24,90 Euro bei Krugmann, BK Media & Print (Mühlenbergstraße 9) und dem Zeitschriftenladen Skorupowski am Löher Weg zu haben. An den drei Verkaufsstellen werden auch die dazugehörigen Waldmeisterliköre angeboten.

Übrigens: Bis zum nächsten Schützenfest sind es ab heute noch exakt 504 Tage. Da kann noch viel und oft gewürfelt werden... ▪ -fe

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