Wortgefechte und Wutausbrüche

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Der Vorstand des KKSV Meinerzhagen mit (v.l.) Benjamin Misikowski, Dieter Maier, Thomas Mühlpforte, Dirk Schwiderski und Horst Schwiderski.

MEINERZHAGEN – Heftige Wortgefechte und Streitigkeiten bis hin zu Wutausbrüchen überschatteten die diesjährige Hauptversammlung des KKSV Meinerzhagen, zu der sich am Freitag 23 Mitglieder im Gasthof Zur Schanze trafen.

Da zeitgleich auch der Meinerzhagener Schützenverein tagte, fehlten einige Schützen, die gerne an der Versammlung teilgenommen hätten. „Wir bedauern die Terminüberschneidung“, erklärte Vorsitzender Dieter Maier. „Nächstes Jahr werden wir das Datum mit dem Schützenvorstand abstimmen.“ Erste Unstimmigkeiten traten zu Tage, nachdem Kassierer Thomas Mühlpforte seinen Kassenbericht verlesen und das Wort an die Kassenprüfer Jens Dryzynski und Siegmund Schwab gegeben hatte. Diese monierten, dass die den Kassenunterlagen beigelegte Mitgliederliste nicht auf dem neusten Stand sei und sie somit die Einnahmen des Vereins nicht genau beziffern konnten. Da alle im Raum sich einig waren, dass dahinter keine bösen Absichten zu vermuten seien, erklärten sich die Kassenprüfer nach einer hitzigen Diskussion doch noch bereit, die Entlastung des Vorstands zu beantragen. Diese wurde von den Mitgliedern mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen gewährt. Außerdem vereinbarte man, das Problem bald aus der Welt zu schaffen. Die mittlerweile sehr gereizte Stimmung wurde noch angespannter, als es darum ging über zwei Anträge des 2. Jugendleiters, Michael Kutschaty, abzustimmen. Hier lieferten sich der Vorsitzende und der Antragsteller einen wütenden Schlagabtausch, der so verbissen ausgetragen wurden, dass der Eindruck entstehen konnte, es gehe nicht alleine um die Sache, sondern auch um persönliche Diskrepanzen zwischen beiden. Kutschaty plädierte dafür, die strenge Reglementierung der Trainingszeiten auf dem Schießstand aufzuheben, um einigen Mitgliedern, die berechtigt sind ohne Schießaufsicht zu trainieren, den Besuch des Schießstands auch zu anderen Zeiten zu ermöglichen. Derzeit werden Zeitschaltuhren eingesetzt, die sicherstellen, dass außerhalb der vorgegebenen Zeiten weder das Licht angeht, noch die Zuganlage mit den Schießscheiben funktioniert. „Auf einem Schießstand müssen strengste Sicherheitsauflagen eingehalten werden“, hielt der Vorsitzende dagegen. „Sollte etwas passieren, weil die Regeln nicht peinlich genau eingehalten werden, dann muss auch der Vorstand den Kopf hinhalten,“ brachte er seine Sorge zum Ausdruck. Dennoch fand der Antrag mit fünf Zustimmungen, vier Gegenstimmen und neun Enthaltungen eine knappe Mehrheit. Für seinen Vorschlag, der Vorstand solle Jubilaren am Tag ihres Jubiläums per Anruf oder Brief gratulieren, fand Kutschaty keine Mehrheit. Bei den Wahlen wurde Dieter Maier erneut als Vorsitzender bestätigt, versicherte aber: „Das ist das letzte Mal. Bei der nächsten Wahl muss es einen Nachfolger geben.“ Der zweite Vorsitzende Dirk Schwiderski erklärte sich bereit, ein Jahr lang zusätzlich das Amt des Jugendleiters zu übernehmen, da niemand aus der Versammlung diese Aufgabe übernehmen wollte und der bisherige Amtsinhaber Riccardo Pepe aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. „Allerdings ärgere ich mich sehr, dass so viel gemeckert wird, zugleich aber alle kneifen, wenn es darum geht, etwas für den Verein zu tun“, kritisierte Dirk Schwiderski. Auch Geschäftsführer und Sozialwart Benjamin Misikowski wurde wieder gewählt. In seinem Bericht teilte er mit, dass der Verein derzeit rund 130 Mitglieder habe, davon etwa 70 aktive und 60 passive. Über sportliche Erfolge bei den deutschen Meisterschaften sowie den Landes-, Bezirks- und Kreismeisterschaften und eine starke Dominanz der KKSV-Jugend auf Kreis- und Bezirksebene informierten die Berichte der Sportleiter Riccardo Pepe und Horst Schwiderski. Der Vorsitzender teilte der Versammlung mit, dass sämtliche Mängel an den Schießständen, die im Rahmen einer turnusmäßigen Sicherheitsüberprüfung 2008 festgestellt wurden, mittlerweile beseitigt seien. Es habe sich dabei nur in geringem Maße um sicherheitsrelevante Änderungen, sondern vor allem um Auflagen aus dem Bundes-Bodenschutz-Gesetz und dem Immissionsschutzgesetz gehandelt. – ps

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