Wolfgang Oehm engagiert sich für die Tafel

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Scheckübergabe an die Vertreter der Meinerzhagener Tafel. Im Bild von links Pastor Klaus Kemper-Kohlhase, Spender Wolfgang Oehm, Gunthild Haidle, Gudrun Weiße, Ute Mohn, Achim Freyer als Assistent der Geschäftsführung der Firma ONI, Renate Stephan und Georg Stephan. Die fünf Mitglieder der Meinerzhagener Tafel gehören zu den noch aktiven Gründern der Einrichtung. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Mit innovativen Energiesparsystemen ist der aus Meinerzhagen-Valbert stammende Unternehmer Wolfgang Oehm international erfolgreich. Zum Kundenkreis gehören unter anderem Weltfirmen wie Airbus, Audi, Behr, BMW, Bosch-Siemens, EnBW, Gambro, Gardena, Kautex, Krauss Maffei, Liebherr-Hausgeräte, Mannesmann, Mercedes Benz, Röchling, Salzgitter Gruppe, ThyssenKrupp, Tupperware, VW, Weidmüller oder ZF-Boge.

1983 mit drei Mitarbeitern gestartet, bietet sein in Lindlar ansässiges Unternehmen ONI-Wärmetrafo GmbH heute mit rund 300 Mitarbeitern ein bemerkenswertes Liefer- und Leistungsspektrum, das vom kleinen mittelständischen Betrieb bis zum Weltkonzern geschätzt wird. Das Unternehmen ist kontinuierlich gewachsen und selbst in der letzten schweren Wirtschaftskrise ohne Kurzarbeit oder gar Entlassungen ausgekommen.

Mitarbeiter am Erfolg teilhaben lassen

„Diese überaus positive Unternehmensentwicklung ist das Ergebnis einer herausragenden Mannschaftsleistung unseres ONI-Teams, das sich durch Einsatzbereitschaft, Eigeninitiative, Ideenreichtum, Kompetenz und Zuverlässigkeit auszeichnet“, so Firmengründer Oehm. Leistung einfordern, aber auch Mitarbeiter an Erfolgen des Unternehmens teilhaben lassen, ist für Wolfgang Oehm eine Selbstverständlichkeit. Dazu zählen finanzielle Prämien, Förderung von beruflicher Ausbildung bis hin zum Studium, Mitarbeiterdarlehen oder die Kostenübernahme für Gesundheitsförderung.

Erfolg ist zugleich

Verpflichtung

Wirtschaftlicher Unternehmenserfolg ist für Wolfgang Oehm aber auch Verpflichtung im Hinblick auf eine soziale Verantwortung gegenüber Mitmenschen in der Region und über die Region hinaus. So unterstützt er soziale Einrichtungen, Kindergärten, viele Vereine und Initiativen mit Sach- und Geldspenden. Damit will er ein Beispiel für andere geben und seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Wirtschaftsraumes leisten.

Ein besonderes Anliegen ist ihm auch die Einstellung älterer Mitarbeiter über 50 bzw. über 55 Jahre. „Für mich sind ältere Mitarbeiter kein altes Eisen, sondern Edelstahl“, so Wolfgang Oehm. Dazu gehören beispielsweise eine ganze Reihe von ehemaligen Mitarbeitern der Firma Battenfeld aus Meinerzhagen.

In der Region aufgewachsen, bei Battenfeld in Meinerzhagen gelernt und dort rund 14 Jahre gearbeitet, ist Wolfgang Oehm auch heute mit vielen Menschen rund um Meinerzhagen und Valbert eng verbunden. Aus diesem Grund engagiert er sich auch hier in vielen verschiedenen sozialen Initiativen. Über dieses Engagement und auch über die Erfolge als Unternehmer wurde in der MZ wiederholt berichtet.

So unterstützt Wolfgang Oehm seinen Bruder Fred, den ehemaligen Polizeibeamten und langjährigen Ortsvorsteher von Valbert, bei einer Reihe sozialer Projekte, wie zum Beispiel „Essen auf Rädern“ in Valbert, Renovierung des Gesundbrunnens, Aufbau der Knochenmühle in Mühlhofe, Errichtung von drei Pilgersteinen in Valbert, Grotewiese und dem Feriengebiet Haumche, die Ehrentafel für die aus Valbert stammenden, gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege oder die Renovierung des alten Friedhofs (Kirchenpark).

In einem vor einigen Tagen zunächst in anderem Zusammenhang geführten Gespräch mit Horst vom Hofe, dem Redaktionsleiter der Meinerzhagener Zeitung, kam auch die Frage auf, in welchem Bereich der Unternehmer vielleicht mit einer Spende wirkungsvolle Hilfe leisten könnte. „Es gibt eine ganze Anzahl von Menschen in Meinerzhagen und Umgebung, die es sehr schwer haben, über die Runden zu kommen. Die Meinerzhagener Tafel zum Beispiel unterstützt hier vorbildlich so weit sie kann bedürftige Menschen, um deren größte Not zu lindern. Hier wäre eine Geldspende sicherlich gut einsetzt“, lautete der Vorschlag des MZ-Lokalchefs.

„Die Idee ist so gut, die hätte von mir sein können“, so die prompte Reaktion von Oehm, die dann durch eine Geldspende in Höhe von 2500 Euro konkret gemacht wurde. „Dieses Geld können wir gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sehr gut gebrauchen, wenn wir 180 Päckchen für besonders Bedürftige packen“, freut sich Gudrun Weiße, eine besonders aktive und treibende Kraft aus dem Kreis der ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen der Initiative, die übrigens Wolfgang Oehm noch aus Jugendtagen kennt. Sie freute am Mittwoch besonders darüber, dass sie zur offiziellen Scheckübergabe mit einem Jugendfreund zusammentreffen konnte.

Tafel betreut aktuell

rund 220 Familien

Ort der Übergabe war das Evangelische Gemeindezentrum Inselweg an der Johanneskirche, wo die Meinerzhagener Tafel ihren Standort hat. „Wir haben dankenswerterweise schon eine ganze Anzahl von Unterstützern und Gönnern aus Meinerzhagen und Umgebung für unsere Initiative gewinnen können Die Not ist jedoch größer als die meisten glauben und daher freuen wir uns natürlich über jeden, der uns in unserer Arbeit mit Sach- oder Geldspenden unterstützt. Hier kommt die Hilfe wirklich und unmittelbar bedürftigen Kindern und Erwachsenen vor Ort zugute“, so das Versprechen von Pfarrer Klaus Kemper-Kohlhase nach der Scheckübergabe durch Wolfgang Oehm. Die 2002 gegründete Meinerzhagener Tafel betreut aktuell rund 220 bedürftige Familien und Einzelpersonen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, zunehmend aber auch Senioren, die mit ihrer kargen Rente kaum zurecht kommen. Als die Meinerzhagener Tafel gegründete wurde, war sie eine von damals 300 vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland. Heute sind es mehr als 900, für die sich rund 50 000 ehrenamtliche Kräfte engagieren. ▪ RD

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