Hephata Stiftung sucht Gebäude für Wohngruppen

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Lecker Essen und Trinken, tolles Wetter und eine schöne Umgebung. Beste Voraussetzung, um bei einem schönen Picknick am Haus Nordhelle Spaß zu haben.

Valbert - 15 junge Menschen würden gerne in den eigenen vier Wänden Leben. 1859 wurde sie bereits gegründet: Die Evangelische Stiftung Hephata („Öffne dich“). Seit nunmehr als 150 Jahren steht sie, von ihrem Stammsitz in Mönchengladbach geleitet, behinderten Menschen zur Seite.

Vielfältig ist das Aufgabenspektrum, zu dem unter anderem Bildungseinrichtungen und Behindertenwerkstätten gehören. Einen wichtigen Teil der Stiftungsarbeit bildet der Bereich „Wohnen“. An 34 Standorten in NRW gibt es dafür bereits Betreuungseinrichtungen, in denen kleinere Gruppen von bis zu acht Personen ambulant betreut werden oder aber in größeren Einheiten Unterstützung erhalten. Der Märkische Kreis ist in dieser Beziehung allerdings ein „weißer Fleck“ auf der Landkarte.

Um dieses zu ändern, ist eine seit Jahren bestehende Elterngruppe aus Lüdenscheid und Umgebung an die Stiftung herangetreten. Zielsetzung: Mittelbar die Gründung von zwei Wohngemeinschaften zu ermöglichen, in denen die insgesamt 15 volljährigen jungen Menschen ein normales Leben führen können.

Um sich besser kennenzulernen, trifft man sich seit Anfang des Jahres einmal im Monat, um etwas zu unternehmen. Jetzt stand ein gemeinsames Picknick auf dem Gelände von Haus Nordhelle auf dem Programm.

Betreuer Helge Menge, stellvertretender Regionalleiter bei der Hephata Stiftung, hatte gemeinsam mit einer Kollegin „Leckeres“ organisiert. Mit sichtlichem Appetit und bei herrlichem Sommerwetter ließ man es sich schmecken. Da störte es nicht, dass die Angehörigen, die ihre Kinder zum Koppenkopf gebracht hatten, sich eine „kleine Auszeit“ nahmen und die Gruppe für den Nachmittag verließen.

„Wir würden gerne in der nächsten Zeit in Lüdenscheid, aber auch eventuell hier in Meinerzhagen, Wohngemeinschaften gründen“, so Helge Menke im Gespräch mit unserer Redaktion.

Ergänzend erläutert er hierbei die notwendigen Voraussetzungen. „Wir suchen Objekte, in denen die Gruppen entweder in einzelnen, kleinen Wohnungen oder in Gemeinschaftswohnungen zusammenleben können. Die Betreuung erfolgt ambulant, wobei der Zeitrahmen hierfür individuell gestaltet wird“. Da die meisten der jungen Leute tagsüber einer Beschäftigung in einer Werkstatt nachgehen, würde sich dieses im Normalfall auf die Morgen- und Abendstunden beziehen.

Da die Stiftung nicht selbst die Errichtung oder den Umbau geeigneter Gebäude ermöglichen kann, braucht es zur Umsetzung der Pläne einen oder mehrere Investoren. Die Tatsache, dass eine derartige Investition durch langfristige Mietverträge eine finanzielle Sicherheit für Investoren biete, müsste nach Ansicht von Helge Menke ein gewisser Anreiz sein. Aber auch die menschlich-moralische Seite bringt er ins Gespräch ein. „Mit derartigen Wohngemeinschaften ist ein weitestgehend normales Leben möglich. Und dieses zu einem Zeitpunkt, da die Angehörigen, aber auch die Behinderten selbst, aus den verschiedensten Gründen noch nicht überfordert sind“, so Helge Menke. Vor Ort in Valbert war eines ganz deutlich: Die jungen Menschen mit Behinderung können sehr gut alleine klarkommen, manchmal mit kleiner oder größerer Anleitung. Und sie haben es verdient, dass man ihnen dazu eine Chance gibt. Wer sich für die Arbeit der Hephata Stiftung interessiert und/oder mehr über eine mögliche Zusammenarbeit wissen möchte, kann sich unter Tel. 0 52 45 / 9 29 70 21 mit Helge Menke in Verbindung setzen.

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