Autos parken zur Marktzeit auf Fahrradschutzstreifen

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Der „Fahrradschutzstreifen“ entlang der Volmestraße wird von einigen Autofahrer offenbar missverstanden – oder schlichtweg ignoriert. Die Polizei will es zunächst bei Ansprachen belassen, weist aber auf das Parkverbot hin.

Meinerzhagen - Mit den neuen Fahrspuren auf der Volmestraße tun sich manche Autofahrer schwer. Umso mehr, wenn die Bedeutung einzelner Linien offenbar unklar ist. Und so beobachtete die Polizei am Freitag eine ganze Reihe von Ordnungswidrigkeiten in Höhe des Wochenmarkts.

Zwischenzeitlich parkten auf beiden Straßenseiten Fahrzeuge, zur Hälfte auf dem Bürgersteig, zur anderen Hälfte auf der Straße. Das Problem: Anders als zu Zeiten vor der Markierung parken die Autos nun den sogenannten Fahrradschutzstreifen zu. Dieser Streifen ist Teil der Fahrbahn und darf im normalen Verkehr bei Bedarf durchaus überfahren werden, gilt also dann nur als „Hilfslinie“ oder auch „Suggestivstreifen“, um Radfahrern einen gesicherten Raum bieten zu können. Das Parken auf diesen Schutzstreifen ist jedoch nicht zulässig – und kann mit Bußgeldern von 15 bis 25 Euro geahndet werden, wie es von der Polizei am Freitag hieß. Allerdings wolle man Parksünder zunächst nur durch Ansprache sensibilisieren und nicht gleich mit Knöllchen gegen diese Art des Falschparkens vorgehen. Zum einen wisse man um den enormen Parkdruck, der mit Freigabe des einstigen „Matschplatzes“ gemindert werden soll. Zum anderen wisse man um die Besonderheit dieser Schutzstreifen in der Region. „Viele wissen zum Beispiel gar nicht, dass bei diesem Schutzstreifen eine weitere Beschilderung nicht notwendig ist“, weisen die Ordnungshüter auf die Straßenverkehrsordnung und die nicht eben fahrradaffinen Sauerländer hin.

Schließlich war das Fahrrad als geeignetes Fortbewegungsmittel in den sauerländischen Höhen lange Zeit undenkbar – bis das E-Bike aufkam und seither selbst steile Berge leicht zu erklimmen sind. Mit der Zahl der Radfahrer dürfte in den kommenden Jahren auch der Bedarf der Radwege oder Schutzstreifen steigen. Und so sollten sich auch Autofahrer im Märkischen Sauerland über kurz oder lang besser an diese Straßenlinien gewöhnen – damit es für sie nicht teuer wird.

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