Optimales Winterwetter lockt Skifans auf die Piste

Rasant geht es hinunter ins Tal. Kleine und große Schneefans haben am heimischen Skihang bei der Abfahrt ihren Spaß. - Fotos: Benninghaus

Meinerzhagen - Strahlender Sonnenschein, klirrende Kälte und knirschender Schnee: Beste Bedingungen für Wintersportler – nicht nur in den Alpen, sondern auch am Skihang in Hardenberg.

„Einfach schön hier“, schwärmt nicht nur die begeisterte Skifahrerin Charlotte Budde über das kleine Wintersportparadies.

Etwas mehr als zwei Wochen läuft der Skibetrieb im „kleinen Skigebiet“ zwischen Hardenberg und Möllsiepen – doppelt so lange wie im vergangenen Winter. Auch in den Jahren davor war die Ski- und Snowboardsaison eher kurz oder fand gar nicht statt. „Wir haben schönes Wetter – das ist der springende Punkt“, liegt für Liftbetreiber Michael Koch auf der Hand, dass vor allem am Wochenende viel Betrieb herrscht. In der Woche ist es etwas ruhiger, Kinder und Jugendliche kommen nach der Schule, manche auch erst gegen Abend. Gegen die Kälte wärmt große und kleine Skifahrer dann auch ein Becher Glühwein beziehungsweise Kinderpunsch.

Um die 80 Skifahrer, schätzt Michael Koch, seien jeweils an den Wochenendtagen am Skihang unterwegs gewesen. Auf der Piste hatten sie freie Fahrt ins Tal, dafür wurde es auf den Parkplätzen eng: „Es kommen auch viele Wanderer her“, weiß Michael Koch. „Viele Eltern bringen ihre Kinder und gehen dann eine Runde spazieren.“ Besonders für kleine Skifans sei die Abfahrt ideal zum Üben. Das wissen auch die Stammgäste, von denen viele seit Jahrzehnten die Piste „vor der Haustür“ zu schätzen wissen. „Das ist doch optimal, man kann nachmittags kommen, zwei Stunden fahren und dann geht es wieder nach Hause“, findet die Rinkscheiderin Charlotte Budde. Das habe sie mit ihren Kindern früher so gemacht – heute ist sie mit ihren Enkeln Ben (7 Jahre) und Lisa (5) unterwegs.

Mancher Nachwuchs hat in diesem Winter seine Premiere auf den Brettern – am Wochenende in der Skischule des Skiklubs oder „im Schlepptau“ der Eltern. Finlay und Lucy jedenfalls sind seit ihrem ersten Skikurs, den sie vor ein paar Tagen beim Skiklub absolvierten, Feuer und Flamme. „Am ersten Tag bin ich noch oft hingefallen, aber jetzt geht’s schon“, berichtet der Neunjährige – und seine drei Jahre jüngere Schwester stimmt ihm zu, bevor es im Schneepflug den Berg hinunter geht: „Das macht richtig Spaß!“ – Papa Frank Heckert freut’s. Seit 20 Jahren habe er nicht mehr auf den Brettern gestanden, erzählt der Hunswinkeler. Mit der Familie wird nun am altbekannten Hang das Hobby aus Kindertagen neu entdeckt.

Entdeckt hat auch Daniel Bloos aus Gummersbach den Skihang in der Nachbarstadt. Eine Bekannte aus Müllenbach habe ihm von dem Lift erzählt: „Das ist doch genauso schön wie Hohe Bracht oder Fahlenscheid. Der Unterschied: Da ist es voller.“

Die Vorteile des kleinen Skihangs wissen nicht nur Einheimische zu schätzen. Am Wochenende stoppen Schneefans aus dem Ruhrgebiet in Meinerzhagen – auch zum Schlittenfahren auf der benachbarten Rodelwiese. „Ein Skifahrer kam abends extra aus Duisburg. Er hatte leider seine Handschuhe vergessen. Zum Glück hatte der Baumarkt noch auf, da hat er sich Arbeitshandschuhe besorgt“, erinnert sich Michael Koch, der den Skiliftbetrieb von seinem Vater Friedrich-Wilhelm übernommen hat. Zusammen mit seiner Schwester Andrea und Schwager Frank Müsse sorgt er dafür, dass Skifans in Hardenberg ausgezeichnete Bedingungen vorfinden. Präpariert wird die Piste „von Hand“ – dann, wenn am Lift oder am Auslauf kleinere Löcher mit Schnee „gestopft“ werden müssen. Solange das Wetter mitspielt, hat der Skilift geöffnet. „Wir hoffen, dass wir das Wochenende noch mitnehmen können“, hat Michael Koch den prognostizierten Wetterumschwung „im Blick“. „Bei Regen kommt keiner“, weiß er. Dann sei es auch schnell vorbei mit dem Wintervergnügen in der weißen Pracht. Skifans müssen dann auf den erneuten Wintereinbruch hoffen.

Bei guten Schneebedingungen ist der Skilift Hardenberg montags bis freitags von 14 bis 21 Uhr geöffnet, samstags und sonntags von 9.30 bis 21 Uhr.

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