Winterschäden werden in großem Stil beseitigt

Dieses Schild an der L 539 bei Österfeld wird nach dem geplanten Ausbau der Straße wieder verschwinden können.

MEINERZHAGEN ▪ Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper kennt auch die Verhältnisse auf der Landstraße 539 bei Valbert. Von dort stammt er, hierhin haben ihn seine örtlichen Parteifreunde von der CDU in jüngster Zeit gleich zweimal eingeladen. Wie schlecht vor allem der Abschnitt zwischen Österfeld und Breddershaus ist, konnte er dabei hautnah erleben. Jetzt ist Besserung in Sicht.

Trotz mehrfacher Reparaturen gleicht der Belag der Landstraße nach dem wiederum harten, diesmal auch sehr langen Winter aktuell einer Schlaglochpiste.

Im konkreten Fall ist Abhilfe in Sicht – und diesmal wirklich nachhaltig. Wie die MZ auf Anfrage vom Leiter der auch für diesen Bereich zuständigen Straßenmeisterei Herscheid, Hans-Peter Lüsebrink, erfuhr, besteht Aussicht auf eine Kompletterneuerung. Die erforderlichen Mittel seien offenbar bereit gestellt. Jetzt müssten noch einige bautechnische Details geklärt werden. Im Sommer, so die Planung, solle dann die Fahrbahndecke zwischen Österfeld und Breddershaus erneuert werden, so Lüsebrink. Diese Information konnte jetzt der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Schulte höchst offiziell bestätigen: „Für den Ausbau sind 700 000 Euro im Landesetat eingeplant worden“.

Womöglich hat ja letztlich auch der Eindruck, den sich der zuständige Fachminister vom Ausmaß der Schäden verschaffen konnte, geholfen. Angesichts des ungewöhnlich langen Winters hatte der Minister bereits Mitte Februar ein landesweites Sonderprogramm für die Beseitigung von Schlaglöchern angekündigt. Eine Bestandsaufnahme mit allen Schäden lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. „Aber mit Sicherheit werden die Schäden das übliche Maß überschreiten“, so Lienenkämper in einer Pressemitteilung vom 17. Februar. Das Verkehrsministerium wird in diesem Jahr rund 73 Millionen Euro in die Sanierung des Landesstraßennetzes investieren. „Falls das nicht reicht, müssen wir im Etat umschichten. Die fachgerechte Beseitigung der Schlaglöcher hat Priorität“, so der Verkehrsminister. Im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht behebt der Landesbetrieb Straßenbau seit Wochen gefährliche Schäden wie Schlaglöcher. Aus straßenbautechnischen Gründen können diese Arbeiten aber häufig nur provisorisch sein und erfordern in den warmen Monaten ein Nacharbeiten, um dauerhaft zu wirken.

Insgesamt wird die Landesregierung im laufenden Jahr 167,2 Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung des Landesstraßennetzes investieren. Mit 73 Millionen für die Straßensanierung liegt der Schwerpunkt der Investitionen auch 2010 wieder deutlich auf dem Erhalt der Substanz. Bereits konkret veranschlagt waren in diesem Programm auch zwei weitere größere Instandsetzungsmaßnehmen, die den heimischen Raum betreffen. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 600 000 Euro sollen in diesem Jahr zwei heimische Landstraßen saniert werden. Es handelt sich dabei um die L 707 Valbert/Nordhelle, wo ein rund vier Kilometer langes Straßenstück mit einem Aufwand von rund 80 000 Euro instandgesetzt wird. Weitere 500 000 Euro sollen für die grundlegende Reparatur der L 708 im Listertal von Windebruch Richtung Attendorn-Schnüttgenhof auf einer Ausbaulänge von insgesamt rund 5,640 Kilometern bereit gestellt werden. ▪ -fe

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