Blechschäden, Schneebruch und unberührte Mülleimer

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An der Schnörrenbach war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Meinerzhagen - [Update 17.05 Uhr] Viel zu tun gibt es am Montagmorgen für die Einsatzkräfte des Baubetriebshofs in Meinerzhagen. Die Neuschnee-Decke sorgte zeitweise für ein mittleres Verkehrschaos - mit Konsequenzen auch für all jene, die nicht ins Auto steigen müssen.

Zwar meldete die Kreispolizeibehörde bis zum späten Nachmittag keine besonderen Vorkommnisse, lediglich einzelne Blechschäden ohne Verletzte. Autofahrer, die am frühen Morgen aber auf der Bundesstraße 54 unterwegs waren, dürften die Folgen des Wintereinbruchs dennoch geärgert haben. 

Quer stehende Lastwagen machten ein Weiterkommen kurzzeitig unmöglich. Und auch die Fahrt auf der Autobahn – ob in Süd- oder Nordrichtung – war bis 8 Uhr eine einzige Geduldsprobe. 

Auch am Nachmittag kam es dann vereinzelt zu Blechschäden: So wie an der Ecke Lindenstraße/Oststraße, wo gleich drei Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt waren. Verletzt wurde dabei nach ersten Erkenntnissen zum Glück niemand.

Am späten Nachmittag setzte nach kurzer Tauphase erneut der Schneefall ein – und führte gegen 16.30 Uhr an der Lindenstraße/Ecke Oststraße zu einem Unfall, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

L 528 nach Schneebruch gesperrt

Wartezeiten beziehungsweise Umwege mussten auch die Autofahrer auf der Landestraße 528 (Schnörrenbach) in Kauf nehmen: Dort war gegen 11.25 Uhr ein Baum auf die Fahrbahn gefallen, der den tauenden Schneemassen nicht mehr standgehalten hatte. Die gute Nachricht: Verletzt wurde niemand. Doch der nachfolgende Verkehr musste sich gedulden, bis der Löschzug I der Kiersper Feuerwehr das Hindernis mithilfe von Kettensäge, Muskelkraft und der technischen Hilfe eines Landwirts beseitigt hatte. 

Bereits zuvor hatte es auch im Bereich der Aggerkurven Schneebruch gegeben, sodass die Meinerzhagener Wehr dort aktiv werden und einen umgekippten Baum von der Straße entfernen musste.

Viel zu tun hatten bereits in der Nacht zu Montag die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes. Bereits ab 3.30 Uhr waren sie auf Meinerzhagens Straßen unterwegs, um der Schneemassen Herr zu werden. „Wir haben die Stadt dazu in verschiedene Gebiete mit zwei Prioritätsstufen eingeteilt“, erklärte Jörg Muckenhaupt, Leiter des Baubetriebshofs, im Gespräch mit der MZ. 

Neben den zwölf Mitarbeiterin im Bereitschaftsdienst waren später zwölf weitere im normalen Betrieb unterwegs – hinzu kommen externe Lohnunternehmer, die vor allem in den Außenbereichen für freie Straßen sorgen. „Wenn es dann doch mal so aussieht, dass noch nicht geräumt wurde, liegt das meist an den Massen, die von oben herunterkommen“, sagte Muckenhaupt etwa mit Blick auf die Hauptstraße, die bereits ab 4 Uhr immer wieder geräumt worden sei. „Da kommen die Kollegen dann einfach nicht nach“, bittet der Bauhofleiter um Verständnis für die Situation. 

Positive Folgen des Wintereinbruchs

Ganz und gar nicht negativ, sondern durchweg positiv sieht Christiane Rosenberg den Wintereinbruch in Meinerzhagen. Die Tourismusbeauftragte der Stadt hat im neuen Tourismusbüro gegenüber der Sparkasse immer wieder mit Anfragen zur Schneehöhe im Sauerland zu tun. „Leider gibt es ja keine Loipe mehr, aber immerhin noch einen Skilift in Möllsiepen, auf den ich dann gerne verweise“, sagt Rosenberg. 

Aber nicht nur Wintersportler besuchten die Stadt an der Volme gerne, wenn´s weiß ist. „Von vielen Kölnern weiß ich, dass sie sich die Webcam in Meinerzhagen aufrufen und sich in den Zug setzen, wenn Schnee liegt. Dann laufen sie vielleicht einmal durch den Park und suchen dann das nächste Café“, weiß Rosenberg, die sich aber unabhängig vom Wetter über eine große Resonanz in ihrem neuen Büro freut. Und zwar nicht nur von erwachsenen Besuchern. 

Besonders eine Reaktion habe sie gefreut: „Ein siebenjähriger Junge, der mit seiner Mutter bei uns war und zum Beispiel den interaktiven Tisch kennengelernt hat, war eigentlich ein großer Fan des ,goldenen M‘ an der Oststraße“, erinnert sich Rosenberg. Jetzt habe er seiner Mutter gegenüber aber einen ganz anderen Wunsch geäußert: „Er wollte nicht mehr zum goldenen, sondern zum grünen M. Das ist natürlich toll“, sagt Christiane Rosenberg.

Öffnungszeiten Das Tourismusbüro ist derzeit montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und unter Tel. 0 23 54/9 11 99 31 zu erreichen.

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