Winter war in Meinerzhagen ziemlich teuer

Der vergangene Winter war in Meinerzhagen nicht nur sehr lang, sondern auch ziemlich teuer. ▪ Archivfoto: Müller

MEINERZHAGEN ▪ Die Spätfolgen des besonders langen und kalten Winters verspüren Gartenbesitzer auch in diesen Tagen noch. Viele Pflanzen weisen starke Frostschäden auf. Sträuche und Bäume sind bisweilen sogar ganz abgestorben und müssen, nachdem die letzte Hoffnung auf neues Austreiben gerade zerstoben ist, nun wohl oder übel beseitigt werden.

Ganz handfeste, finanzielle Auswirkungen hatte der Winter 2009/10 auch auf die Kosten für den städtischen Räum- und Streudienst. Der Rat der Stadt musste jetzt wohl oder übel einen bereits vom Bürgermeister und seinem Stellvertreter Volkmar Rüsche getroffenen Dringlichkeitsbeschluss sanktionieren: Die Bewilligung von überplanmäßigen Aufwendungen und deren Auszahlung im Rahmen der Winterwartung in der Gesamthöhe von 531 000 Euro. Was zunächst den städtischen Haushalt belastet, wird übrigens zum Teil in Form einer für 2011 auf die Grundstücksbesitzer zukommenden Erhöhung der Anliegergebühren umgelegt. Im Zuge der turnusmäßigen Neukalkulation der Gebühren für die Winterwartung wird es statt einer erst für 2010 möglich gewordenen Senkung dann eine deutliche Erhöhung geben.

Durch den extrem harten und langen Winter mit einem dreimonatigen Dauereinsatz von Bauhof und Fremdunternehmen einschließlich Schneeabfuhr sind die kalkulierten Kosten bis zum Frühjahr deutlich überschritten worden: Bei den Dienstleistungen des Bauhofs waren 376 200 Euro veranschlagt worden. Tatsächlich mussten 697 000 Euro ausgegeben werden, also 320 000 Euro mehr.

Bei den Kosten für Fremdunternehmer, die im Auftrag der Stadt auf bestimmten Strecken, vorrangig im Außenbereich, Räum- und Streudienst übernehmen, fielen ebenfalls deutlich mehr Kosten an. Weil es in manchen Straßen in der Innenstadt und in Wohngebieten schließlich so eng wurde, dass zur Aufrechterhaltung des Verkehrs Schnee in großem Umfang aufgeladen und abgefahren werden musste, fielen zusätzliche Kosten in Höhe von rund 100 000 Euro an. Insgesamt waren für Fremdleistungen 85 7000 Euro im Haushalt bereit gestellt worden. Tatsächlich verausgabt wurden am Ende 297 3000 Euro. ▪ -fe

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