Abfallgebühren steigen, Abwasser wird billiger

Damit die Straßen auch bei Eis und Schnee befahrbar bleiben, muss der Winterdienst ausrücken. - Archivfoto: Beil

Meinerzhagen - Die Gebühren für die Abfallentsorgung werden steigen. Am Montagabend votierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einstimmig dafür, die Sätze anzuheben. Ebenso beschloss das Gremium eine niedrigere Abwassergebühr.

Die CDU hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, die Gebührenrücklage stärker anzutasten als zunächst von der Verwaltung geplant. Jetzt muss nur noch der Rat zustimmen

Ursprünglich hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den 2013 erwirtschafteten Überschuss aufzuteilen und für 2015 einen Betrag in Höhe von 340 000 Euro einzurechnen.

Damit sollte die Niederschlagswassergebühr von 96 auf 93 Cent pro Quadratmeter überbauter oder befestigter Fläche sinken, die Schmutzwassergebühr von 3,89 auf 3,84 pro Kubikmeter. Nach dieser Planung hätten sich in der Gebührenrücklage jedoch immer noch 490 000 Euro befunden – zu viel, meinte Volkmar Rüsche für die CDU. Seine Fraktion beantragte daher eine Entnahme von 580 000 anstelle von nur 340 000 Euro. Und dem stimmten auch die übrigen Fraktionen zu: So sinkt die Niederschlagswassergebühr um weitere drei auf 90 Cent, die Schmutzwassergebühr verringert sich deutlich um weitere 22 Cent auf dann 3,62 Euro pro Kubikmeter.

Auf Nachfrage Rainer Schmidts (SPD) erklärte Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck, dass die Verwaltung nun eventuell früher mit dem Problem einer nicht mehr existierenden Rücklage konfrontiert wird. Diese Gefahr sieht Volkmar Rüsche bei einem Bestand von immer noch 250 000 Euro allerdings nicht. Neben Gerd Wirth (SPD) begrüßte auch Kai Krause (FDP) den CDU-Vorschlag ausdrücklich: „Das ist ein Maß an Entlastung für die Bürger, das bei dem, was im nächsten Jahr noch ansteht, zielführend und richtungsweisend ist“, sagte der Liberale.

Teurer wird´s hingegen beim Abfall: Je Liter, bezogen auf das jeweilige Volumen der Abfallbehälter, soll die Gebühr von bisher 2,36 Euro auf 2,43 Euro „klettern“. Im Einzelnen bedeutet das folgende Jahresgebühren:

Zudem gibt es noch Behälter mit einem Volumen von 2500 Litern (12 150 neu/11 800 alt) und 5000 Litern (24 300 neu/23 600 alt) .

Auch bei den Gebühren für den Kehr- und Winterdienst müssen die Meinerzhagener künftig mit einer Erhöhung rechnen. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmte dafür, dass die Berechnung der Verwaltung umgesetzt werden soll. Hier ergibt sich allerdings nur eine sehr moderate Erhöhung. Im Bereich des Kehrdienstes steigt der Gebührensatz demnach von bisher 1,31 Euro auf 1,32 Euro pro „Frontmeter“ Grundstück. Beim Winterdienst erhöht sich die Abgabe von bislang 1,23 Euro – ebenfalls bezogen auf den Meter Grundstücksfläche – auf 1,24 Euro. Insgesamt ergibt das eine Straßenreinigungsgebühr, die ab Januar 2,56 Euro statt bislang 2,54 Euro betragen soll. - beil/zach

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