Wilhelm-Langemann-Haus: Feier zum Ende der Umbaumaßnahmen 

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Während des Festgottesdienstes überreichte Ralf Lohscheller Blumen an die Mitarbeiter.

Meinerzhagen – „Es ist so weit, das Haus bekommt wieder eine Seele.“ Einrichtungsleiterin Ingrid Papst brachte treffend zum Ausdruck, was zuvor während des Festgottesdienstes schon mehrfach deutlich geworden war. Das Wilhelm-Langemann-Haus war lange eine Baustelle. Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter und zahlreiche Gäste feierten nun am Freitagnachmittag den Abschluss der Qualifizierungsmaßnahmen.

Mit der Frage, was ein Zuhause ausmache, beschäftigte sich Pfarrer Klaus Kemper-Kohlhase in seiner Predigt. Die Räume seien nach dem Umbau großzügiger, freundlicher und heller geworden. Das Haus habe an Qualität gewonnen. „Doch was macht das Wilhelm-Langemann-Haus zu einem Zuhause?“, fragte er. Jeder, im Falle des Heims an der Mühlenbergstraße Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige, trage seinen Teil dazu bei, dass ein Haus zu einem wirklichen Zuhause werden könne.

Dass der Weg bis zum Abschluss des Umbaus ein langer war, daran erinnerte der Geschäftsbereichsleiter der Perthes-Altenhilfe Süd, Ralf Lohscheller. „Wir haben in 80 Projektsitzungen viel diskutiert, viel verworfen und die Köpfe heiß geredet.“ Das Ergebnis, was man heute sehen könne, sei dem hohen Engagement aller Beteiligten – Handwerker, Architekten, Mitarbeiter – zu verdanken. Innerhalb weniger Jahre habe die Perthes-Stiftung viele Millionen Euro in seine 30 stationären Altenhilfeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen investiert. 

„Das war eine ungeheure Herausforderung“, erinnerte Vorstandsvorsitzender Rüdiger Schuch und ging auf die Bedingungen ein, die dank des Wohn- und Teilhabegesetzes geschaffen werden sollten. „Die stationäre Altenhilfe soll den Bedürfnissen der Menschen entsprechen, die sie haben, um sich wohl und gut versorgt zu fühlen, wenn sie ihr gewohntes Zuhause verlassen müssen.“ In dieser Hinsicht sei die Einrichtung doppelt qualifiziert, denn hochqualifizierte Arbeit in Pflege und Betreuung werde seit jeher in Meinerzhagen geleistet.

 Für die Mitarbeiter des Hauses hatten Schuch und Lohscheller ein besonderes Dankeschön mitgebracht und überreichten an jeden eine Rose. Zu den Gästen des Gottesdienstes, der im Großen Saal des Wilhelm-Langemann-Hauses auch vom evangelischen Kirchenchor mitgestaltet wurde, zählte auch der stellvertretende Landrat Detlef Seidel. Er ging in seinem Grußwort auf die veränderten Anforderungen in der Pflege ein, bedingt durch den demografischen Wandel, und machte das auch in Zahlen deutlich. Über 40 Millionen Euro habe der Haushalt des Kreises für den Bereich Pflege vorgesehen, die Pflegeberatung sei ausgebaut worden. Bürgermeister Jan Nesselrath brachte zum Ausdruck, dass es nicht nur für die Bewohner und ihre Familien, sondern für die gesamte Stadt wichtig zu wissen sei, dass die Menschen im Wilhelm-Langemann-Hauses nicht nur „versorgt“, sondern „umsorgt“ werden. Das sei überall spürbar durch liebevolle und gleichzeitig kompetente Haltung. Jetzt seien auch die baulichen Bedingungen gegeben. Das Haus habe an Lebensqualität gewonnen, bedankte sich Nesselrath auch als Mitglied des Kuratoriums für die Initiative des Perthes-Werkes, das seit über

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