Blaue Reflektoren gegen Wildunfälle

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Blaue Wildwarnreflektoren sind auch an der L539 im Bereich Albringhausen angebracht.

Meinerzhagen -   Normalerweise stehen sie am Rand der Straßen und sind in schlichtem schwarz-weiß gehalten, die rund 10 000 Leitpfosten im Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei Herscheid. Ausgestattet lediglich mit „normalen“ Reflektoren, die den Verkehrsteilnehmer bei Dunkelheit mehr Orientierung bringen.

Von Jochen Helmecke

In einigen Streckenabschnitten im Stadtgebiet sind nun allerdings noch zusätzliche blaue Wildwarn-Reflektoren dazu gekommen.

„Die Jagdpächter haben in ihren Revieren die bekannten Wildwechsel, bei denen die Tiere die Straßen überqueren, entsprechend ausgestattet“, so der Leiter des Hegeringes Meinerzhagen-Valbert, Rainer Barre, auf Nachfrage der MZ. Die Zahl der Wildunfälle in Deutschland hatte im Jahr 2012 einen neuen Rekord erreicht: Bei rund 260 000 Unfällen waren wild lebende Tiere die Ursache – im Vergleich zum Vorjahr zehn Prozent mehr. Insgesamt mussten die Versicherer für Schäden nach Unfällen mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild 583 Millionen Euro zahlen. Rein statistisch gibt es also tagtäglich mehr als 700 Wildunfälle auf deutschen Straßen, obwohl Verkehrsschilder auf besonders gefährdete Abschnitte hinweisen. Unterstützend hierzu werden von vielen Jagdpächtern immer wieder auch CD-Rohlinge in Bäume und Büsche gehängt, damit diese Streulicht erzeugen und das Wild warnen.

In gleicher Weise funktionieren auch die blauen Reflektoren. Sie brechen das Fahrzeuglicht und färben es zusätzlich ein. Aber auch die Sicherung des Wildes und der Verkehrsteilnehmer durch Wildschutzzäune, Warngeräte, welche optische und/oder akustische Signale zur Abschreckung der Tiere aussenden oder auch den Geruchssinn der Tiere ansprechen, kommen zum Einsatz.

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