Wildes Plakatieren ist verboten

+
Die neuen Ortseingangsportale bieten eine Alternative zur „herkömmlichen“ Werbung. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Sie gehören mehr oder weniger zum Stadtbild, auch wenn sie optisch nicht immer ansprechend sind.

Die Plakattafeln, auf denen für die verschiedensten Veranstaltungen geworben werden.

Vom Chorkonzert bis zum Schützenfest, vom Rock-Event bis zur Autorenlesung ist alles dabei, was zur Freizeitgestaltung beitragen kann. Der massive Einsatz der Werbeplakate im Stadtgebiet und manchmal auch ihre, in billigster Art und Weise ausgeführten Varianten, verschandeln oft das Stadtbild.

Richtig ärgerlich wird es aber erst, wenn diese Werbeträger zerfleddert und halb abgerissen noch Tage oder Wochen nach der Veranstaltung langsam vor sich hin „gammeln“.

Dabei ist eigentlich alles für derartige Fälle rechtlich geregelt. In der ordnungs-behördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Meinerzhagen vom 23. Februar 2000 ist eindeutig festgelegt: „Wildes Plakatieren“ ist verboten, wer für seine Veranstaltung öffentlich im Stadtgebiet werben möchte, benötigt eine Genehmigung. Ausgestellt wird diese auf Antrag beim Sachgebiet Bauen und Wohnen von der Firma Deutsche Städte Medien GmbH, Wuppertal.

Wie mit anderen Kommunen hat diese mit der Stadt Meinerzhagen einen langfristigen Vertrag abgeschlossen, der die Nutzung von öffentlichen Flächen für Werbung regelt. Von den erzielten Einnahmen der Firma aus der Flächenvermietung, wird ein festgelegter Anteil an die Stadt abgegeben.

Neben Regelungen und Auflagen zu den erlaubten Standorten, der Größe und der Gestaltung der Werbetafeln, enthält die jeweilige Plakatierungsgenehmigung auch die Verpflichtung zum „Einsammeln“ der Plakate nach den Veranstaltungen. Diese Auflage wird jedoch nicht immer erfüllt.

„Wenn ein Veranstalter dem nicht nachkommt, sind wir berechtigt, dieses durch Dritte zu erledigen. Die Kosten hierfür muss der Veranstalter dann erstatten“, so Nicole Przygodda von der Deutschen Städte Medien GmbH.

Eine Ergänzung zur herkömmlichen Werbung bieten seit einigen Wochen die neuen Ortseingangsportale des Stadtmarketingvereins. Drei davon sind bereits an der Ecke Volmestraße/Am Bücking, an der Oststraße am Abzweig Zum Eickenhahn, sowie in Höhe des Parkplatzes Altes Rathaus errichtet. Demnächst stehen im Stadtgebiet insgesamt sieben Standorte für potenzielle Veranstalter bereit.

„Die Ortseingangsportale in Valbert werden jetzt kurzfristig errichtet. Hier ist es wegen der Urlaubszeit zu einer Verzögerung gekommen“, erläutert Stefanie Lüken vom Stadtmarketing auf Nachfrage der MZ.

Gleichzeitig wünscht sie sich, „dass mehr Vereine und Organisationen das kostengünstige Angebot nutzen. Bisher sind es erst vier“.

Zum Beginn dieser Woche wurde auf den Portalen immer noch für zwei Veranstaltungen geworben, die vor etwa zwei Wochen stattfanden. Stefanie Lüken kennt hierfür die Gründe: „Auch hierbei sind wir durch die Ferien etwas in Verzug gekommen. Die Tafeln werden kurzfristig abgenommen“, teilte sie jetzt mit. ▪ jjh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare