Wiebelsaater feiern Kinderschützenfest

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Zu einem Gruppenfoto stellten sich nach der Krönung die neuen und alten Majestäten zusammen mit dem Königspaar aus Börlinghausen Benedikt Leicher und Hannah Müller auf. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ein Jahr Zwangspause hatten die Kinderschützen in Wiebelsaat einlegen müssen. Das benachbarte Haus ist verkauft worden und die Wiebelsaater mussten ihr eigenes Vereinsheim den neuen Gegebenheiten anpassen. Doch am vergangenen Wochenende konnte es wieder starten, es war das 38. Kinderschützenfest.

Bereits am Freitagnachmittag zogen die kleinen Majestäten, Schützen und Bewohner durch den Ort. Der Jugendfanfarenzug, der sich erst im vergangenen Jahr gegründet hatte, schritt dem Festzug voran. Da die jugendlichen Musiker noch nicht alleine den Weg musikalisch begleiten konnten, wurden sie von ihren Vätern unterstützt, die ihre eigenen Instrumenten mitgebracht hatten. Los ging es vom Festplatz, die Straße Schlund hoch und anschließend wieder zurück. Ein kleines Feuerwerk begrüßte sie hier, bunte Raketen explodierten in der Luft. Noch führte der Weg nicht zurück zum Festplatz, denn weiter marschierte der Festzug den Sulenbecker Weg hinauf, denn auch er ist ein Teil von Wiebelsaat. Von dort machte sich der Zug auf den Weg zurück.

Für Freitagabend stand das Jugendkönigsschießen an. Hier holte Laura Ostermann die Krone, Julie Meier das Zepter und den linken Flügel, Jana Ostermann den Apfel und den rechten Flügel und Juli Walter den Vogel. Sie nahm David Matheczyk zu ihrem König.

Am Samstag ging es für die Kinderschützen am frühen Nachmittag weiter. Zuerst warfen die Jüngsten auf ihren Vogel, bevor die Elf- bis 14-Jährigen auf ihren Vogel schießen konnten. Beim Königsvogelwerfen traf Leander Wolfram mit dem 125. Schuss den Vogel. Er nahm Anna-Marie Joormann zu seiner Prinzessin. Beim Kinderkönigsschießen stand die Entscheidung bereits nach 40 Minuten fest. Mit dem 112. Schuss holte Sarah Ortolano den Vogel. Tränen standen ihr in den Augen, als der Vogel fiel. Sie konnte es zunächst nicht glauben. Doch schnell fasste sie sich und ließ sich auf starken Männerschultern über den Platz tragen, den Vogel stolz in der Hand. Sie brauchte nicht lange zu überlegen, wen sie zu ihrem König nehmen wollte. Thomes Trägner, der selbst mit dem 102. Schuss noch den rechten Flügel geholt hatte, wurde ihre Wahl. Königskette, Diadem, Scherpe und Orden, das waren die Insignien, die nun ihre Träger wechselten.

Königlichen Besuch aus der Nachbarstadt Börlinghausen hatten die Wiebelsaater auch bekommen. Kinderschützenkönig Benedikt Leicher und seine Königin Hannah Müller waren zur Krönungszeremonie erschienen, um dem neuen Wiebelsaater Königspaar ihre Aufwartung zu machen.

Zwischen den Wettbewerben um die Königsehre brauchten sich die Kinder auf dem Kinderschützenfest nicht zu langweilen. Auf einer Rollenrutsche konnten sie das Gefühl von Geschwindigkeit erleben, Spiele wurden mit ihnen gemacht und auch die Losbude übte eine große Faszination auf sie aus. Das Damenschießen am Samstagabend erfreute sich reger Beteiligung. 15 Frauen aus den Reihen des Kinderschützenvereins hatten Spaß daran, um die Krone zu „kämpfen“. Nach dem 41. Schuss fiel die Krone an Nancy Schneider. Mit dem 79. Schuss eroberte Daniela Mockenhaupt das Zepter und den Apfel holte wiederum Nancy Schneider herunter (86. Schuss). Den rechten Flügel stutzte Margit Ostermann mit dem 117. Schuss und der linke Flügel fiel nach dem 159. Schuss von Christel Seuthe. Der 197. Schuss genügte dann der 2. Vorsitzenden Bettina Wehman um den Vogel zu erlegen. Bettina Wehmann freute sich riesig über den Erfolg und wählte als König Siegfried Seuthe. ▪ GeG

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