Wider das Vergessen: Der Volkstrauertag in Meinerzhagen

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Meinerzhagen - Mit Kranzniederlegungen, mahnenden Worten und stillem Gedenken wurde am Sonntag der Volkstrauertag in Meinerzhagen, dem Listertal und Valbert begangen.

In Meinerzhagen erinnerte Pfarrerin Martina Kämper an der Gedenkstätte für jüdische Mitbürger an der Kirchstraße an die jüdischen Opfer von Gewalt und Krieg und mahnte zu einer offenen Gesellschaft, in der das Erinnern ein wichtiger Faktor sei. 

Am Gedenkstein wurde, ebenso wie anschließend am Ehrenmal an der Hochstraße sowie auf dem jüdischen Friedhof, ein Kranz niedergelegt. Still gedacht wurde der Opfer von Krieg und Gewalt am katholischen Friedhof. 

Am Ehrenmal an der Heerstraße rief Pfarrerin Martina Kämper die Menschen dazu auf, sich als aktive Friedensstifter in der Gesellschaft einzusetzen, „denn Frieden heißt nicht ‘Nichts tun’“. Aus der Geschichte müsse man lernen und daraus die entsprechenden Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Gemeinsam mit Vertretern von Parteien, Verbänden und Vereinen, legte Bürgermeister Jan Nesselrath Kränze nieder. Abordnungen von freiwilliger Feuerwehr und der Schützengesellschaft Meinerzhagen begleiteten die Gedenkfeier traditionell. 

Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken am Ehrenmal vom Jugendblasorchester der Musikschule Volmetal und dem Männergesangverein „Volmequelle“ Scherl. Letzte Station des Volkstrauertages in Meinerzhagen war im Anschluss die Kriegsgräberstätte des evangelischen Friedhofes. 

In Hunswinkel und auf dem Soldatenfriedhof in Valbert nahmen auch in diesem Jahr wieder Abordnungen der Feuerwehr und der Schützenvereine an den beiden Feierstunden zum Volkstrauertag teil. Nach den Begrüßungen durch den Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck erinnerten Maik Homuth und Carsten Hoff in ihren Reden an die Opfer vergangener Kriege und die heutigen, weltweiten Konflikte mit ihren zahlreichen Toten und Verletzten. 

Die Kränze zur Erinnerung an die Opfer wurden unter Beteiligung der Besucher der beiden Gedenkstunden an den Mahnmalen niedergelegt. Für die musikalische Ausgestaltung sorgten die Meinhardus Musikanten

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