Volmemarktplatz: Arbeiten ins Stocken geraten

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Die Großbaustelle ruht. Lediglich am Fußgängernotweg nahmen die Bauarbeiter eine „Optimierung“ vor.

Meinerzhagen - „Wir hätten es schaffen können und wir wollten es auch schaffen.“ So knapp und deutlich drückte es Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck aus. Gemeint ist der neue Stadtplatz – auch Volmemarktplatz genannt –, der ohne den Wintereinbruch im Wesentlichen fertiggestellt worden wäre.

Nicht zuletzt der Einsatz der Mitarbeiter der dort tätigen Firma Straßen- und Tiefbau auch an einigen Samstagen im Oktober und November war Grund für die zeitliche Prognose. Schließlich waren dann aber doch die Schneemengen zu groß. Der generelle Baubetrieb wurde vor gut zwei Wochen eingestellt. 

Am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche nahmen die Arbeiter dann allerdings nochmals kurz die Schüppe in die Hand. Der Fußgängernotweg von der Zufahrt der Tiefgarage bis hin zur Bahnhofstraße war in einem kleinen Bereich durch den unebenen Untergrund und gebrochene Wegeplatten für den Winterdienst nur sehr aufwendig bedienbar. Eine provisorisch aufgebrachte Asphalttragschicht schafft derzeit Abhilfe. Zudem wird so auch verhindert, dass sich Fußgänger unberechtigt einen Weg über die neuen Pflasterflächen suchen. Zwar sehen diese mit ihren neuen, großen Platten begehbar aus, an einigen Stellen befinden sich aber noch Mulden und Löcher für verschiedene Installationen. 

Zufahrt zur Oberen Volmestraße „knifflig“

Weitergehen soll es auf der Baustelle nach den Feiertagen – wenn es denn die Witterung zulässt. „Wir haben in der Nähe dieser Baustelle noch ein weiteres Projekt im Bauprogramm 2018, das zwar nicht so umfangreich, aber ganz schön knifflig ist“, so Jürgen Tischbiereck.

Im Zuge der Bürgerbeteiligung zum Bau des Stadtplatzes hatten die Anlieger der oberen Volmestraße auf einen nicht sofort ins Auge fallenden Umstand hingewiesen. Die stadteinwärts gelegene Zufahrt zur oberen Volmestraße kann durch den Wegfall der Straße An der Stadthalle in Zukunft nicht mehr wie gewohnt genutzt werden. Um ein äußerst scharfes Abbiegen und damit ein mühevolles Wendemanöver zu vermeiden, bogen die Anlieger der oberen Volmestraße bislang zunächst links in die Straße An der Stadthalle ab und wendeten an deren Ende, um dann wieder zurück in Richtung Hit-Markt zu fahren. Dann konnten sie wiederum bequem links in „ihre“ Straße abbiegen. 

Arbeiten im ersten Halbjahr 2018 erledigt

Um den Anliegern nun größere Umwege über die Bahnhofstraße, den Kapellenweg und dann zurück zur Einmündung zur Oberen Volmestraße zu ersparen, versprach man vonseiten der Stadt, nach einer anderen, vertretbaren Lösung zu suchen. Erste Überlegungen gehen nun dahin, die gegenüber dem Hit-Markt liegende Zufahrt zur Oberen Volmestraße als Anfahrtsweg zu nutzen, da dort ein Abbiegen von der Landesstraße aus möglich und erlaubt ist. Am oberen Ende dieser Zufahrt müsste jedoch eine Wendefläche entstehen. Dafür könnten unter Umständen in der Böschung Winkelstützen zum Einsatz kommen. In diesem Jahr wurde hierzu eine Vorplanung erarbeitet. Diese muss zunächst noch mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW abgestimmt werden. 

Nach der Kostenermittlung, die auch für die Böschungsabfangung notwendigen Grunderwerb einschließen dürfte, soll im Fachausschuss über das Ob und Wie beraten werden. „Manchmal steckt der Teufel im Detail“, sagt Jürgen Tischbiereck, der dennoch davon ausgeht, dass nicht nur die Arbeiten am Stadtplatz im ersten Halbjahr 2018 erledigt sein werden, sondern dass man auch für die Obere Volmestraße zu einer abschließenden Betrachtung kommen wird.

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