Rekordverdächtige Hitze-Spitze: 36,6 Grad Celsius

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Für den Deutschen Wetterdienst ermittelt Reinhard Hinz in Redlendorf täglich auch die Höchsttemperatur.

Meinerzhagen - Schon jetzt ist klar: 2019 ist ein Jahr, das in die Rekordbücher eingehen wird. Seit Reinhard Hinz in Redlendorf Daten für den Deutschen Wetterdienst (DWD) erhebt, war es in Meinerzhagen noch nie so heiß wie vergangene Woche.

Donnerstag, 25. Juli: Der DWD meldet an diesem Tag aus Lingen/Ems die höchste Temperatur, die seit Wetteraufzeichnung je in Deutschland gemessen wurde: 42,6 Grad Celsius. Da kann Meinerzhagen nicht mithalten, trotzdem glich auch die Volmestadt vor knapp einer Woche einem Backofen. Reinhard Hinz, der in Redlendorf eine Wetterstation für den DWD betreibt, ermittelte für die Volmestadt am 25. Juli einen Wert von 36,6 Grad Celsius. „Ich bin seit dem Jahr 2007 für den DWD tätig, noch nie habe ich hier eine solch hohe Temperatur festgestellt. Und wahrscheinlich handelt es sich für Meinerzhagen sogar um einen Allzeitrekord“, staunt er über die Hitze-Spitze. 

Generell ist die vergangene Woche für Hinz ganz besonders: „Schon am Dienstag, 23. Juli, habe ich 31,5 Grad gemessen, einen Tag später dann sogar 35,2 Grad. Und am 26. Juli war es 35,8 Grad heiß. Das ist schon sehr ungewöhnlich, dass sich solch hohe Temperaturen über eine relativ langen Zeitraum halten. Normalerweise haben wir hier im Sauerland eher kürzere Zeiträume, in denen es so warm ist.“

Bereits im vergangenen Jahr stöhnte Meinerzhagen unter einer extrem lang anhaltenden Hitzewelle. Beim Schützenfest in der Volmestadt war es damals im blauen Kittel kaum auszuhalten. Direkt nach dem Schützenfest-Montag, am 7. August 2018, übermittelte Reinhard Hinz 35,1 Grad Celsius an den Deutschen Wetterdienst. „Schon an diesem Tag haben wir damit einen Rekord aufgestellt. Der 25. Juli 2019 hat das aber noch einmal getoppt“, stellt Hinz fest. 

Die Messstation in Redlendorf zeichnet die Temperaturwerte übrigens in zwei Metern Höhe über Grasboden auf. „Es handelt sich um einen Zylinder mit Lamellen, der innen, wo sich die Messsonde befindet, mit zwei elektrischen Ventilatoren ausgerüstet ist, um Stauhitze zu vermeiden. Der Zylinder ist weiß lackiert, im Prinzip wird also im Schatten gemessen“, erklärt der Wetter-Experte. 

Ein weiteres Wetter-Phänomen ist dem Redlendorfer übrigens ebenfalls nicht entgangen: Es regnet zu wenig: „Im Juli werden wir nur auf etwa ein Drittel der sonst üblichen Niederschlagsmenge kommen, im Juni waren es lediglich 40 Prozent.“

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