„Wetten, dass...?“ morgen aus Meinerzhagen

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Elmar Geulen (l.) und sein Partner Jürgen Köhler in einer Probenpause auf dem Flugplatz. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Meinerzhagen wird morgen einem Millionen-Publikum präsentiert.

Teenie-Superstar Justin Bieber, Frauenschwarm Robbie Williams, Phil Collins, Otto Waalkes, Gérard Depardieu und Alexandra Maria Lara – das sind erlesene Gäste in der morgigen „Wetten, dass...?“-Sendung mit Moderator Thomas Gottschalk. Ausgestrahlt wird die wohl beliebteste Samstagabendshow im deutschsprachigen Raum ab 20.15 Uhr im ZDF. Und etwa acht Millionen Zuschauer werden wieder live am Bildschirm dabei sein.

Doch was hat das mit Meinerzhagen zu tun? Ganz einfach: Die Außenwette, stets besonders spektakulärer Bestandteil der Sendung, wird auf dem Flugplatz in der Steinsmark stattfinden. Der 53 Jahre alte „Mr. Hayabusa“ alias Elmar Geulen wird dazu mit seinem Partner Jürgen Köhler in Meinerzhagen erwartet. Der Rennfahrer stammt aus Euskirchen und zusammen mit Köhler hält er den Weltrekord auf Inlineskates hinter einem Motorrad. Ähnliches werden beide morgen auch in der Volmestadt vor Millionen von Fernsehzuschauern bieten. Nur: Statt Inline-Skates soll der „Mann im Schlepptau“ diesmal auf einem Eisblock stehen.

Um diesen nicht ungefährlichen Stunt auf der 1200 Meter langen Piste in die Tat umzusetzen, wird auf dem Flugplatz enormer Aufwand betrieben. Das ZDF verlegte rund zehn Kilometer Kabel und holte auch das Technische Hilfswerk mit „ins Boot“. Das THW rückte mit 20 „Flutlichtmastwagen“ an, um die waghalsige Wette ins rechte Licht zu rücken. Insgesamt 38 Helfer sind für das ZDF am Flugplatz im Einsatz – mit dabei sind auch Meinerzhagener: Für die nötige Sicherheit bei der Aktion sorgt die heimische Feuerwehr, die mit Einsatzkräften und einem Löschfahrzeug vor Ort sein wird. Doch die Wehrmänner sollen unter Umständen auch dabei helfen, die Durchführung der Wette sicherzustellen. Denn: „Wir benötigen einen Wasserfilm auf der Piste, um die Reibung zu minimieren“, teilte ZDF-Redakteur Bernd Klapproth heute auf MZ-Anfrage mit. Im Fall der Fälle heißt es für den Löschzug 1 also morgen „Wasser marsch“. Um zu verhindern, dass die Flüssigkeit gefriert, kommt eine Solelösung zum Einsatz. „Die funktioniert allerdings nur bis etwa minus sieben Grad“, hofft Klapproth, dass Meinerzhagen am Samstagabend von noch strengerem Frost verschont bleibt. Denn: „Ein Risiko wollen wir auf keinen Fall eingehen, wir wollen keine Menschenleben gefährden.“

Im Rahmen der vierten Wette wird morgen live nach Meinerzhagen geschaltet – etwa zwischen 21.30 und 22 Uhr. „Wenn die Bedingungen dann nicht optimal sein sollten, entscheiden Elmar Geulen und Jürgen Köhler zusammen mit uns, ob die Wette durchgeführt werden kann. Momentan sind wir aber sehr optimistisch“, gab sich Produktionsleiter Thomas Adam heute zuversichtlich. Das Meinerzhagener DRK ist übrigens ebenfalls mit von der Partie, um für den Fall der Fälle den Sanitätsdienst sicherzustellen.

Das Spektakel direkt am Flugplatz zu verfolgen, wird morgen allerdings nicht möglich sein. Publikum ist nicht zugelassen. „Es werden zwar Gäste kommen, doch das sind in erster Linie Familienmitglieder und Freunde der Wettkandidaten“, erläuterte Klapproth und fügte hinzu: „Das alles ist am Fernseher ohnehin viel besser zu verfolgen als aus der Distanz am Ort des Geschehens.“

Meinerzhagen bekommt von den ZDF-Mitarbeitern und den Wettkandidaten schließlich noch ein dickes Lob: „Hier sind die Bedingungen optimal, die beiden Wettkandidaten haben sich von Anfang an wohl gefühlt.“ Und dabei wurde die Volmestadt eigentlich nur aus Zufall ausgewählt. „Wir hätten genauso gut nach Bayern oder Schleswig-Holstein gehen können – doch hier ist es einfach optimal“, ist Thomas Adam schon vor der Wette hochzufrieden.

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