Viel Werbung für die neue Sekundarschule

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Auch die Meinerzhagener Schulleiter sprachen sich für die Sekundarschule aus. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Entscheiden Sie sich für diese Schule, dann sind Ihre Kinder in allerbesten Händen!“ So warb am Ende einer rund zweistündigen, gut besuchten Eltern-Informationsveranstaltung Bürgermeister Erhard Pierlings für die Sekundarschule.

Die soll nach dem einmütigen Willen von Rat und Verwaltung der Stadt Meinerzhagen zum Schuljahresbeginn 2013/14 im September im Schulzentrum Rothenstein an den Start gehen. Sie wird durch individuelle Förderung der Kinder alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I (Hauptschule nach Klasse 9 bzw. 10 und mittlerer Bildungsabschluss nach Klasse 10 mit Qualifikation zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe) ermöglichen.

Damit dieser „Gewinn für den Schulstandort Meinerzhagen“ (wie es der Leiter des Evangelischen Gymnasiums, Sven Dombrowski formulierte) Realität wird, müssen in der am kommenden Montag startenden Anmeldephase jetzt mindestens 75 verbindliche Anmeldungen von Grundschulabgängern aus dem heimischen Raum erreicht werden. Das Anmeldeverfahren endet am Rosenmontag, 11. Februar, um 13 Uhr. Parallel führen auch das Evangelische Gymnasium Meinerzhagen in der Zeit vom 28. Januar bis 2. Februar und die Gesamtschule Kierspe vom 1. bis 6. Februar ihre Anmeldeverfahren für die Eingangsklassen 5 durch. Weil das Verfahren für die Sekundarschule eine Woche länger läuft, können Kinder, die keine Zulassung für das Gymnasium oder die Gesamtschule Kierspe erhalten haben, auch dann noch für diese neue Schulform angemeldet werden. Neben den insgesamt 209 Entlassschülern der vierten Klassen der vier Meinerzhagener Grundschulen können auch Auswärtige zum Besuch der Sekundarschule Meinerzhagen angemeldet werden.

Für den Fall, dass die nötige Mindestzahl von 75 Anmeldungen nicht erreicht wird, wovon die Verantwortlichen allerdings nicht ausgehen, würde im Anschluss ein weiteres Verfahren für die Realschule Meinerzhagen laufen.

Es waren am Dienstag im Pädagischen Zentrum des Schulzentrums Rothenstein offenbar vor allem Eltern, die hinsichtlich der anstehenden Schulformwahl für ihre Kinder noch unentschlossen sind, die das Angebot der Stadt Meinerzhagen zur Teilnahme an dieser letzten öffentlichen Informationsversammlung nutzten.

Bürgermeister Erhard Pierlings, der die Begrüßung für die Stadt als Schulträger übernahm und der in Sachen Sekundarschule federführende Erste Beigeordnete Frank Maatz registrierten mit Freude ein durchaus großes und positives Elterninteresse.

In komprimierter und sehr gut aufbereiteter Form informierte zunächst Alois Brinkkötter über die wesentlichen Inhalte und Besondernheiten der neuen Schulform Sekundarschule. „Eine Schule für alle!“ lautete die Überschrift, denen Informationen zu den sechs Säulen folgten, die als Leitbilder für die Sekundarschule prägend sind. Der Referent, selbst Leiter einer Gesamtschule in Ahlen/Westfalen, hat im Land bereits mehrere Gründungen von Sekundarschulen als Projektbeauftragter begleitet und warb aus voller Überzeugung für diese Schulform, die in besonderer Weise die individuelle Förderung von Schülern unterschiedlicher Begabungen und Neigungen ermögliche. „Sie bietet all das, was es auch an einer Gesamtschule gibt, ohne eine eigene gymnasiale Oberstufe zu haben“, verdeutlichte Brinkkötter.

Im Rahmen von fest vereinbarten Kooperationen mit dem Gymnasium Meinerzhagen und den drei Berufskollegs des Märkischen Kreises ist für Abgänger der Sekundarschule auch der Weg zum Abitur nach dann 13 Jahren (G9) oder auch der Erwerb der Fachhochschulreife möglich. Und man kann bis zur Klasse 9 eben nicht „sitzenbleiben“, hob auf die Frage eines interessierten Kindes aus dem Publikum der Referent ein weiteres besonderes Merkmal der Sekundarschule hervor.

Die Leiter der vier Meinerzhagener Grundschulen stehen, wie sie auch durch ihre Präsenz am Montag unterstrichen, deutlich hinter der Sekundarschule. Und für die Realschule, für die die Gründung der Sekundarschule in der Konsequenz das Auslaufen bedeutet, betonte die kommissarische Schulleiterin Aysel Koc auf Rückfrage, „dass sich auch bei uns die Stimmung gewandelt hat und wir uns zunehmend auf diese neue Schule freuen.“ ▪ -fe

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