"Werbe-Bauzaun" nach wenigen Tagen wieder abgebaut 

Bürgermeister ordnet an: Der Bauzaun muss weg

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Auf dem Bild ist zu erkennen, wie der Wind die Transparente am Bauzaun aufblähte. Die Konstruktion hätte umkippen können.

Meinerzhagen – Der Bauzaun am Otto-Fuchs-Platz wurde bereits am Donnerstagnachmittag wieder abgebaut. Bürgermeister Jan Nesselrath ordnete die Entfernung an und bezog in seine Entscheidung auch die Forderung der SPD-Fraktion ein.

Sicherheitstechnische, aber auch ästhetische Gründe spielten eine Rolle. Nur kurz standen sie auf einer Länge von rund 70 Metern zwischen einem Abschnitt der Volmestraße und dem Otto-Fuchs-Platz: die Bauzauntafeln aus Aluminium. 

Nicht das Fernhalten der Besucher sollte an dieser Stelle ihre Aufgabe sein. Vielmehr sollte auf den je rund sechs Quadratmeter großen Flächen aus Stabgitter Werbebanner angebracht werden können. 

Gekauft vom Stadtmarketingverein, der auch die Aufstellung durch den städtischen Bauhof beauftragte, sollte die Werbeanlage für Einnahmen sorgen – aktuell zur Finanzierung des Stadtfestes 2019. 

Bereits kurz nach dem Aufbau Anfang dieser Woche waren die ersten Transparente zu sehen. Vom schönen und mit erheblichem Aufwand hergerichteten Otto-Fuchs-Platz indes war an dieser Stelle nichts mehr zu erkennen. 

Die in langer Reihe stehenden Bauzaunelemente und ihre Betonfüße wirkten optisch nicht nur sehr unansehnlich, sie stellten zusätzlich eine nicht unerhebliche Gefahr dar. Zum einen wirkten die Transparente wie Segel und sorgten am Donnerstagvormittag bei geringem Wind für erheblichen Druck auf die Konstruktion. Zum anderen hätte der Zaun den Verkehr gefährden können. 

In unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn wären die etwa zwei Meter hohen Zaunfelder nicht nur zur einen Seite auf die Radspur gekippt. Vielmehr hätten sie auch in die Fahrspur hineingereicht. Zum anderen bestand auch auf der Seite des Otto-Fuchs-Platzes beim Umfallen der Anlage für die dortigen Fußgänger eine Gefahr.

„Ich habe am Donnerstagnachmittag aus Sicherheitsgründen, aber auch aus ästhetischen Gründen, den Abbau angeordnet. Damit habe ich auch dem an mich gerichteten Wunsch der SPD-Fraktion direkt entsprochen“, so Jan Nesselrath. Fraktionsvorsitzender Rolf Puschkarsky hatte in einer E-Mail vom selben Tag an den Bürgermeister besonders den negativen „optischen Effekt“ angesprochen und den Abbau erbeten.

Was zukünftig mit den Bauzaunelementen geschehen soll, wird der Stadtmarketingverein in nächster Zeit klären. Ein Einsatz in der Form wie in dieser Woche ist aber sicher ausgeschlossen. Denn auch wenn alle Auflagen der Verkehrssicherungspflicht ausgeräumt werden könnten, der scheußliche Anblick würde bleiben.

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