„Wer 100 Jahre besteht, hat einiges richtig gemacht!“

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Nuri Sahin ist regelmäßig bei seiner Familie in Meinerzhagen zu Besuch. Dann gehört die MZ zur täglichen Lektüre. Das lokale Geschehen – inklusive Sport – interessiert ihn am meisten. 

MEINERZHAGEN - „Wer 100 Jahre besteht, muss einiges richtig gemacht haben.“ Nuri Sahin, 22 Jahre alter Fußball-Profi von Real Madrid und lange bei Borussia Dortmund unter Vertrag, sagt das – und meint damit die Meinerzhagener Zeitung.

 Sahin hat mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt in Spanien – zwangsläufig. Und auch in den vergangenen Jahren war Dortmund nicht nur seine sportliche Heimat, sondern auch fester Wohnsitz. Ständig zwischen Meinerzhagen und dem Ruhrgebiet zu pendeln, das war ihm zu aufwendig. Und doch ist Meinerzhagen für den jungen Weltstar mehr als nur der Ort, in dem er seine Kindheit verbrachte.

 „Ich bin noch oft Zuhause, bei meinen Eltern und bei meinem Bruder Ufuk. Und dann lese ich natürlich auch die Meinerzhagener Zeitung. Besonders wichtig ist mir dabei das lokale Geschehen – natürlich inklusive Lokalsport“, erzählt der begnadete Fußballer, den Top-Clubs aus ganz Europa gern in ihren Reihen hätten.

Nuri Sahin war als Schüler für den RSV Meinerzhagen aktiv, bevor große Klubs auf das außergewöhnliche Talent aufmerksam wurde. Und immer noch spielt der Verein von der Oststraße eine große Rolle bei ihm. Kein Wunder, schließlich ist der RSV sportliche Heimat von Bruder Ufuk. Dass die Elf von Trainer Bayram Celik nach dem Bezirksliga-Aufstieg wieder in einer höheren Liga kickt, das freut Sahin sehr. „Um wieder erfolgreicher zu sein, ist es wichtig, auf die eigene Jugend zu setzen. Die Leistungen dort haben aber im Vergleich zu früher etwas nachgelassen. Deshalb wäre es wichtig, in Sachen Jugendarbeit auch die Meinung anderer einzuholen und sich kompetente Hilfe zu sichern“, glaubt der Fußballprofi von Real Madrid.

Abseits vom großen Sport fühlt sich der türkische Nationalspieler in Meinerzhagen immer noch am wohlsten: „Hier ist mein Ruhepol.“ Dafür sorgen Vater Savas, Mutter Nizaket, Bruder Ufuk und der Rest der Familie. „In Meinerzhagen kennt jeder jeden – auch dort ist es für mich kaum möglich, unerkannt durch die Stadt zu gehen. Doch es ist ein gutes Gefühl, zuhause zu sein. Ich könnte mir sogar vorstellen, nach meiner Karriere nach Meinerzhagen zurückzukehren – bis dahin kann aber noch viel passieren, man weiß ja nie“, hat Sahin noch keine Ahnung, wohin ihn das Leben noch „verschlägt“.

In der Volmestadt Meinerzhagen gibt es einige Orte, mit denen Nuri Sahin schöne Erinnerungen verbindet. Dazu zählt natürlich die ehemalige Wohnung im Bereich Unterm Hestenberg. Und auch die Immecke wird Sahin nie vergessen. Dort gab es einmal einen Bolzplatz, von dem er sich als Kind magisch angezogen fühlte. „Im Jugendzentrum habe ich mich auch immer sehr wohl gefühlt“, hat der Profi seine „Wurzeln“ nie vergessen.

Madrid statt Möllsiepen, Rom statt Rothenstein. Durch seinen Beruf und viele internationale Spiele mit der türkischen Nationalelf, Borussia Dortmund und Real Madrid bewegte sich Sahin häufig auf internationalem Parkett. „Das beeinflusst mich aber kaum“, ist er immer auf dem „Boden“ geblieben. „Wenn ich in große Städte komme, habe ich immer das Gefühl, dass ich mich jeden Moment verfahre“, weiß er die Vorteile einer Kleinstadt wie Meinerzhagen zu schätzen.

Dass junge Leute nach der Schule aber die große weite Welt erkunden möchten, ist für ihn verständlich. Doch sein Herz schlägt noch immer für Meinerzhagen: „Ich möchte hier allen danken, die mich so unterstützt haben und die mir geholfen haben, so weit zu kommen. Und es macht mich natürlich stolz, dass viele Meinerzhagener sich freuen, dass einer von ihnen es so weit geschafft hat.“ Und dann noch dies: „Glückwunsch, MZ!“

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