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Wer in der Lister baden will, muss das Wasser bald suchen

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Auch im vergangenen Jahr wurde der Pegel abgesenkt, was dazu führte, dass der Steg in Hunswinkel auf dem Trockenen lag.
Auch im vergangenen Jahr wurde der Pegel abgesenkt, was dazu führte, dass der Steg in Hunswinkel auf dem Trockenen lag. © Benninghaus, Simone

Listertal – Auch in diesem Jahr beginnt der Ruhrverband nach dem Ende der NRW-Sommerferien mit der Absenkung des Stauspiegels der Listertalsperre um insgesamt 4,50 Meter unter Vollstau. Grund hierfür ist wie schon in den letzten beiden Jahren die Sanierung des Bruchsteinmauerwerks auf der zur Listertalsperre ausgerichteten Seite der über 100 Jahre alten Staumauer, der so genannten „Wasserseite“. Hier wird nun der letzte der drei Bauabschnitte angegangen.

Listertal – Auf der „Luftseite“,die zur Biggetalsperre zeigt, wurden die aufwendigen Sanierungsarbeiten ebenfalls in mehreren Abschnitten vorgenommen und 2018 abgeschlossen.

Fugen werden ausgestemmt

Bei der Sanierung werden auf einem vier Meter breiten Streifen unterhalb der Mauerkrone zunächst alle Fugen ausgestemmt, lockere Steine verankert und die Fläche gestrahlt. Anschließend wird das Bruchsteinmauerwerk nach dem Vornässen im Trockenspritzverfahren neu verfugt. Damit der markante Charakter des Bruchsteinmauerwerks erhalten bleibt, werden die Köpfe der einzelnen Steine nach dem Zuspritzen direkt wieder freigekratzt und abschließend durch Sandstrahlen gereinigt.

Rücksicht auf Freizeitnutzung

Die Absenkung ist notwendig, da die Staumauer auf der Listerseite im Regelbetrieb bis kurz unter die Mauerkrone eingestaut ist und der zu sanierende Bereich damit unter Wasser liegt. Aus Rücksicht auf die Freizeitnutzung der Listertalsperre beginnt der Ruhrverband mit den Arbeiten auch in diesem Jahr bewusst erst nach den Sommerferien.

Der Ruhrverband weist darauf hin, dass Uferabschnitte, die durch die Absenkung trockenfallen, nicht tragfähig sind und nicht betreten werden dürfen. Es bestehe Lebensgefahr.

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