Weniger Grünabfall in Meinerzhagen

Zahlreiche Überstunden leisteten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes im vergangenen Winter. – Archivfoto

MEINERZHAGEN – Überaus positive Erfahrungen hat die Stadt Meinerzhagen mit der für dieses Jahr eingeführten Ausweiskontrolle bei der Grünabfallannahme im Baubetriebshof gemacht. Seitdem unter anderem Rasen-, Baum-, Strauchschnitt, Äste oder Blumen nicht mehr „unkontrolliert“ entsorgt werden können, ist die Abfallmenge deutlich zurückgegangen. Von Dominic Rieder

Über diese erfreuliche Entwicklung berichtete der kaufmännische Leiter des Baubetriebshofes, Frank Markus, am Donnerstagabend bei der Sitzung des Betriebsausschusses unter Vorsitz von Gerhard Wirth. Nur 709 Tonnen Grünabfall seien von März bis Oktober 2010 abgegeben worden, teilte Markus mit. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es noch 865 Tonnen gewesen. Dieser deutliche Rückgang habe Einsparungen in Höhe von rund 9000 Euro mit sich gebracht.

Bereits zu Beginn der Sitzung wurde auf dem Betriebsgelände der neue Geräteträger „JCB Fastrac 2155“ vorgestellt. Das 160 PS starke Fahrzeug mit Vierradantrieb, sechs Zylindern und einem Hubraum von 6700 Kubikzentimetern soll insbesondere im Winterdienst sowie im Sommer unter anderem für Reinigungs- und Mäharbeiten eingesetzt werden.

Im Anschluss an die Fahrzeugpräsentation setzte der Betriebsausschuss seine Sitzung im Aufenthaltsraum fort, wo die Mitglieder einstimmig dafür votierten, den Beschlussvorschlag der Verwaltung für das Jahr 2011 dem Rat zu empfehlen: Dieser sieht vereinzelte Veränderungen im Wirtschaftsplan vor. Wurden für den Personalaufwand 2010 noch 1 415 500 Euro veranschlagt, so sind es für das kommende Jahr 1 394 500 Euro. Trotz zahlreicher Überstunden durch Winterdienst-Einsätze Anfang 2010 würden die Planansätze voraussichtlich nicht erreicht, so Markus. Grund: Der Tarifabschluss von 1,2 Prozent ab 1. Januar 2010 lag deutlich unter den zuvor erwarteten 3,0 Prozent. Für den Planansatz für 2011 seien beschlossene Tariferhöhungen von 0,6 Prozent zum 1. Januar (plus einer Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro für jeden Mitarbeiter) sowie 0,5 Prozent zum 1. August berücksichtigt.

Kauf einer zusätzlichen Schneefräse geplant

Für sonstige betriebliche Aufwendungen waren für das laufende Jahr 122 000 Euro vorgesehen, für 2011 sind es nur noch 108 500 Euro. Dies liegt vor allem darin begründet, dass deutlich geringere Verluste aus Anlagenabgängen kalkuliert werden können. Für 2011 werden unter diesem Punkt 5000 Euro veranschlagt, für 2010 waren es 21 500 Euro. Der hohe Ansatz für das laufende Jahr resultiere aus dem vorzeitigen Nutzungsende des Geräteträgers Fendt, erklärte Markus.

Für betriebliche Investitionen sieht der Vermögensplan 2011 Ausgaben in Höhe von 179 900 Euro vor. In dem Entwurf halten sich diese exakt die Waage zu den – größtenteils aus Abschreibungen – zu erwartetenden Einnahmen. Nach den Erfahrungen mit den beiden vergangenen Wintern mit teils extremen Schneeverhältnissen plant der Baubetriebshof die Anschaffung einer zusätzlichen Schneefräse. Die Kosten für ein gutes, gebrauchtes Gerät liegen voraussichtlich bei rund 12 000 Euro. Zudem soll im kommenden Jahr ein etwa 200 Meter langer Bereich des Betriebsgeländes mit einem Stahlmattenzaun gesichert werden. Dafür sind etwa 12 000 Euro veranschlagt.

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